: Berufliche Integration von Aussiedlern und Aussiedlerinnen

Berufliche Integration von Aussiedlern und Aussiedlerinnen

Eine empirische Analyse der Arbeitsbiographien

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 50

Hamburg , 140 Seiten

ISBN 978-3-86064-945-9 (Print)

Zum Inhalt

Nach vorliegenden Untersuchungen werden von beruflicher Stellung und Position auf dem Arbeitsmarkt nicht nur das aktuelle Einkommen und die zukünftigen beruflichen Entwicklungschancen beeinflusst, sondern auch Arbeits- und Lebenszufriedenheit, Sozialprestige und Selbstwertgefühl oder die psychische Gesundheit. Aussiedler stellen dabei zweifellos eine besondere Gruppe dar. Ihre Berufsbiographie ist durch die Aussiedlung in besonderer Weise geprägt. Die meisten Aussiedler hatten in ihrem Herkunftsland einen sicheren Arbeitsplatz. Nach der Umsiedlung müssen praktisch alle zumindest eine kurze Phase der Erwerbslosigkeit durchlaufen. Auch die Arbeitsveränderungen sind bei dieser Gruppe sehr grundlegend. Viele arbeiten in für sie vollkommen neuen Bereichen. Selbst diejenigen, die in ihrem bisherigen Arbeitsbereich bleiben, finden andere Arbeitsbedingungen vor. Eine weitere Besonderheit ist eine oft enge Bindung an die Familie und Herkunftsgruppe.

Bislang gibt es keine eingehenden Untersuchungen an Aussiedlern zu diesem Themenkomplex. Diese Arbeit liefert deshalb wichtige Hinweise zu beruflichen Perspektiven, Zufriedenheit und zur psychosomatischen gesundheitlichen Situation von Aussiedlern. Sie hat ihren Ursprung im EVA-A-Projekt („Erfolg und Verlauf der Aneignung neuer Umwelten durch Aussiedler“), das vom Bundesinnenministerium finanziert und in einem Verbund von sechs Forschungsgruppen durchgeführt wurde. In einer Längsschnittstudie wurden 242 Aussiedlerfamilien in vier Untersuchungswellen über einen Zeitraum von zwei Jahren in sechsmonatigen Abständen untersucht. Ziel des Projektes war die Untersuchung des Eingewöhnungsprozesses von Aussiedlerfamilien in Deutschland aus den drei Hauptherkunftsländern Polen, Rumänien und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Dabei wurden sowohl Eltern als auch die jeweiligen Kinder einbezogen.

Ergänzend untersucht diese Arbeit die Dauer der Erwerbslosigkeit von Aussiedlern und Aussiedlerinnen nach der Migration aus den drei Herkunftsländern in Abhängigkeit von der Qualifizierung und Berufstätigkeit im Herkunftsland. Auch Fragen bezüglich der Arbeitssuche, den Arbeitsplatzmerkmalen und der psychosomatischen Gesundheit sind Gegenstand dieser Arbeit.

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