: Neue Dokumente zur Geschichte der Schulfilmbewegung in Deutschland

Neue Dokumente zur Geschichte der Schulfilmbewegung in Deutschland

Berlin und Britische Besatzungszone 1945/46

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 19

Hamburg , 388 Seiten

ISBN 978-3-86064-692-2 (Print)

Zum Inhalt

1958 hatte Fritz Terveen seine Dokumentensammlung zur Schulfilmbewegung, an deren Titel dieses Werk bewusst anknüpft, mit dem Vermerk veröffentlicht, dass das „zusammengetragene Material eine erste Zusammenfassung der Unterlagen sein [sollte], derer sich derjenige, der es unternimmt, sich in die Geschichte der Schulfilmbewegung zu vertiefen, vergewissern muss“ (F. Terveen, Dokumente zur Geschichte der Schulfilmbewegung in Deutschland, Emsdetten 1958). Der Verfasser greift diesen Vorsatz auf und stellt der Forschung mit dieser Sammlung weiteres Dokumentenmaterial zur Verfügung, das ihm selbst treuhänderisch übergeben wurde.

Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Rudolf W. Keck von der Universität Hildesheim und dem Vorwort des Zeitzeugen Dr. Willi Mohaupt zur Arbeits- und Lebenssituation der RWU und ihrer Mitarbeiter in Westdeutschland unmittelbar nach dem Krieg gibt der Herausgeber eine Einführung zur Situation der Nachfolgeorganisation der RWU nach 1945.

Das Buch enthält Kopien bisher unveröffentlichter Dokumente, beispielsweise

  • ein Rundschreiben an alle Landesbildstellenleiter vom 14. März 1945,
  • einen Tätigkeitsbericht über die Zeit vom 8. Mai 1945 bis 30. September 1945 vom ehemaligen Pädagogischen Leiter der RWU Prof. Dr. Caselmann,
  • Tagebücher der RWU Berlin, der RWU Hannover sowie des FWU Hamburg aus den Zeiträumen zwischen dem 1. Juni 1945 und dem 25. April 1946,
  • eine Denkschrift des britischen Kontrolloffiziers Buckland-Smith von 1946 sowie ein Antwortschreiben Zierolds vom 2.1.1947 (ehemals für die RWU zuständiger Ministerialbeamter im Reichserziehungsministerium),
  • das Protokoll einer gemeinsamen Zensursitzung der britischen und amerikanischen Militärregierung vom 28.1.1949,
  • Zensurbeispiele für beanstandete Filmsequenzen in RWU-Filmen in einem Schreiben des württembergischen Kultusministeriums vom 31.10.1945.

Die Richtlinien für die „Bereinigungsarbeiten“ waren eindeutig. Die Militärregierung hatte alle ausgelieferten Filme und Lichtbilder besichtigt und in zwei Listen zusammengefasst. Sie fanden ihren Niederschlag auch im „Report on German Educational Films“ von 1946, der in einschlägigen Bibliographien nicht ausgewiesen ist.

Das in dieser Sammlung abgedruckte Faksimile sowie die drei abgedruckten und mit erklärenden Fußnoten versehenen Tagebücher, in denen die oben angedeutete Nachkriegsentwicklung festgehalten ist, wurden dem Verfasser von Fridolin Schmid zur Verfügung gestellt, dem ehemaligen Leiter der Pädagogischen Abteilung der RWU für Allgemeinbildende Schulen und späteren Direktor des FWU in München. Dem Band angefügt ist schließlich noch eine deutschsprachige Liste des Verfassers der in England 1945 begutachteten und klassifizierten 171 Filme der RWU basierend auf dem „Report on German Educational Films“.

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