: Zu den Wachstumswirkungen des internationalen Technologietransfers

Zu den Wachstumswirkungen des internationalen Technologietransfers

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 23

Hamburg , 262 Seiten

ISBN 978-3-86064-233-7 (Print)

Zum Inhalt

In den vergangenen zehn Jahren hat sich in der Haltung von Entwicklungs- und Schwellenländern gegenüber multinationalen Unternehmen ein grundlegender Wandel vollzogen. Ursprünglich kritisiert für die Anwendung kapitalintensiver Produktionstechniken, sind multinationale Unternehmen heute als Lieferanten moderner Technologien sehr willkommene Investoren. Sie tragen durch Arbeitskräfteschulungen, Anwendung neuer Produkt- und Prozesstechnologien und Stimulation inländischer Innovationstätigkeit zur Verbreitung ihrer Produktionstechnologien bei. Dieser Vorgang stellt auch einen entscheidenden Beitrag zum Wirtschaftswachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern dar.

Ziel der Arbeit ist die Analyse dieser Zusammenhänge in einem wachstumstheoretischen Rahmen, denn bisher wurde dieser stark an Bedeutung gewinnende Integrationsmechanismus der Weltwirtschaft in der Wachstumstheorie nicht berücksichtigt. Empirische Regelmäßigkeiten, theoretische Analyse und Konsequenzen für die Entwicklung der Einkommensverteilung in der Weltwirtschaft sind Gegenstand der Untersuchung: Die Interdependenzen von internationalem Technologietransfer, Humankapitalausstattung und Wirtschaftswachstum werden in Form von vier Stilisierten Fakten thematisiert.

Ein Modell endogenen technischen Fortschritts durch Technologietransfer bildet die Grundlage der theoretischen Analyse. Anhand eines Suchmodells wird ein internationaler Technologiemarkt modelliert. Der Technologietransfer ist abhängig von der Investitionsentscheidung, Marktfriktionen und der Humankapitalausstattung am Produktionsstandort. Die Wachstumsrate von Entwicklungs- und Schwellenländern wird vom Technologieimport determiniert.

Dieser Zusammenhang bietet einen Erklärungswert für die Veränderung der Einkommensverteilung in der Weltwirtschaft seit den 50er Jahren. Eine supranationale Kuznets-Kurve und eine Modifizierte Lorenzkurve veranschaulichen die zunehmende Ungleichverteilung der Prokopfeinkommen in der Weltwirtschaft. Konvergenz bestimmter Ländergruppen geht also mit der Divergenz der Ländergruppen untereinander einher.

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