Dissertation: Theorie und Praxis von Attributstrukturen in Schulbüchern

Theorie und Praxis von Attributstrukturen in Schulbüchern

Eine fächerspezifische Analyse

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 207

Hamburg 2015, 310 Seiten
ISBN 978-3-8300-8780-9 (Print & eBook)

Attribut, Attributstrukturen, Deutschbuch, Didaktik, Lesekompetenz, Leseverstehen, Partikel, Schüler, Schulbücher Mathematikbuch, Sprachwissenschaft, Syntax, Wortarten

Zum Inhalt

Die Frage, ob Schulbuchtexte altersgerecht formuliert sind und inwiefern mangelndes Leseverstehen auch eine Hürde für fachliche Leistungsfähigkeit darstellen kann, wird immer wieder aufgeworfen. Attributhäufigkeit und -komplexität sind ein wichtiges Indiz für die Verständlichkeit eines Textes.

Die Autorin setzt sich zum einen aus sprachwissenschaftlicher Sicht ausführlich mit den verschiedenen Attributarten des Deutschen auseinander. Hierbei werden Zweifelsfälle bezüglich der Wortarten, der Attributklassifikation und des Attributstatus aufgegriffen. Auf der Basis einer fundierten Attributtheorie wird aufgezeigt, wie einheitlich und stringent mit diesen Zweifelsfällen umgegangen werden kann. Sowohl einfache als auch komplexe Aspekte werden durchgängig mit zahlreichen Analysebeispielen veranschaulicht. Dadurch ist dieses Buch auch für Studierende, die sich beispielsweise auf ihr Staatsexamen in Deutscher Sprachwissenschaft vorbereiten, sehr geeignet.

Zum anderen werden im zweiten Teil gymnasiale Schulbuchtexte der Fächer Mathematik und Deutsch der 6., 8. und 10. Jahrgangsstufe mithilfe der im ersten Teil grundgelegten Attributtheorie auf ihre Attributhäufigkeit und -komplexität hin untersucht. Die Ergebnisse werden hier einander gegenübergestellt und interpretiert. Diese sind sowohl für Schulbuchautoren als auch für Lehrer und Deutsch- und Mathematikdidaktiker überaus interessant, da sie an die derzeit überaus aktuelle Debatte zur Leseverstehensforschung anknüpfen und auch spannende Überlegungen zum Zusammenhang zwischen der Leseleistung und der mathematischen Leistung von Schülern aufwerfen. In diesem Kontext wird für die sprachliche Gestaltung von in der Schule verwendeten Texten sensibilisiert und ein adäquater Umgang mit grammatikalisch komplexen Texten aufgezeigt.



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