Dissertation: Mittelstandsgerechte Rechnungslegung in Deutschland

Mittelstandsgerechte Rechnungslegung in Deutschland

Ableitung konzeptioneller Anforderungen und Diskussion am Beispiel der Bilanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 136

Hamburg 2015, 362 Seiten
ISBN 978-3-8300-8262-0 (Print & eBook)

Bilanzierungsgrundsätze, Forschung und Entwicklung, HGB, IFRS, IFRS for SMEs, Mittelstand, Rechnungslegung, Rechnungswesen

Zum Inhalt

Mittelständische Unternehmen stehen einem zunehmend globaleren Umfeld gegenüber. Aus dieser Entwicklung heraus haben der deutsche Gesetzgeber und das IASB erkannt, dass mittelständische Unternehmen spezifische Anforderungen an eine für sie geeignete Rechnungslegung stellen. Ziel der Normgeber ist es daher u.a. international vergleichbare Vorschriften für Mittelständler zu schaffen. Dies geschah mit der Verabschiedung des BilMoG und mit der Veröffentlichung des IFRS for SMEs, wenngleich das IASB dennoch der Meinung ist, dass auch die Full-IFRS für Mittelständler geeignet sind. Allerdings bestehen konzeptionelle Unterschiede zwischen den Systemen. Rohleder widmet sich daher zunächst im Allgemeinen der Frage, wie eine mittelstandsgerechte Rechnungslegung konzeptionell aufgebaut werden müsste und ob die bestehenden Systeme diese Anforderungen erfüllen.

Um nun in diesem globalen und von einem erhöhten Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Umfeld bestehen zu können, ist es für mittelständische Unternehmen daher unerlässlich geworden, in die Forschung und Entwicklung zu investieren und so Erfolgspotenziale zu schaffen. Damit rückt folglich auch die Berichterstattung über das immaterielle Vermögen stärker in den Vordergrund, da dieses die künftige Wettbewerbsfähigkeit andeutet und eine Unterscheidung zwischen erfolgreichen und erfolglosen Unternehmen ermöglicht. So hat der deutsche Gesetzgeber explizit hervorgehoben, dass gerade innovative Mittelständler mit dem BilMoG eine bessere Außendarstellung erfahren sollen. Allerdings differiert die Ausgestaltung der Bilanzierung des immateriellen Vermögens zwischen HGB, Full-IFRS und IFRS for SMEs. Rohleder untersucht daher im Speziellen die Frage, inwieweit die Regelungen zur Bilanzierung der Forschung und Entwicklung de lege lata für mittelständische Unternehmen geeignet sind. Aus den erarbeiteten Würdigungen werden dann Empfehlungen für eine mittelstandsgerechte Bilanzierung der Forschung und Entwicklung de lege ferenda abgeleitet.



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