Dissertation: Rahmenbedingungen für transparente Wertpapiererwerbe und öffentliche Übernahmeangebote nach deutschem und US-amerikanischem Recht

Rahmenbedingungen für transparente Wertpapiererwerbe und öffentliche Übernahmeangebote nach deutschem und US-amerikanischem Recht

– eine funktionale Rechtsvergleichung –

Schriftenreihe zum internationalen Einheitsrecht und zur Rechtsvergleichung, Band 50

Hamburg 2015, 440 Seiten
ISBN 978-3-8300-8131-9 (Print & eBook)

Aufsicht, BaFin, Creeping in, Kapitalmarktrecht, Low Balling, Rechtsvergleich, Securitas Exchange Act of 1934, Transparenz, Übernahmeangebot, US-amerikanisches Recht, Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz, Wertpapierhandelsgesetz

Zum Inhalt

Die vielfältig normierten Ge- und Verbote im WpHG und WpÜG sollen bei Beteiligungserwerben und öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Wertpapieren börsennotierter Emittenten Rahmenbedingungen für ein transparentes, faires und geordnetes Verfahren bereitstellen. Im Zuge der vergangenen Weltwirtschaftskrise ist es jedoch zu einem erheblichen Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit der kapitalmarktrechtlichen Regelungen gekommen, da nicht offenlegungspflichtige Finanzinstrumente gehandelt wurden, die den tatsächlich bereits bestehenden (Stimmrechts-) Einfluss an einem Emittenten verschleiern konnten. Der hierdurch mögliche heimliche Ankauf größerer Wertpapierbeteiligungen war erneut Anstoß für eine Diskussion rund um das Thema der Transparenz über Beteiligungsveränderungen an einem börsennotierten Emittenten und den Funktionsdefiziten des WpÜG. Der Verfasser nimmt diese Diskussion auf und untersucht rechtsvergleichend die Rahmenbedingungen für transparente Wertpapiererwerbe und öffentliche Übernahmeangebote. Als Vergleichsrechtsordnung wählt der Verfasser die US-amerikanische Rechtsordnung, weil sich im dortigen Recht vergleichbare Problemlagen gestellt haben und Lösungsansätze entwickelt wurden, die durchaus einen Vorbildcharakter für die Lösung der in Deutschland bestehenden Probleme haben können. Ziel der Untersuchungen des Verfassers soll insbesondere sein, mittels einer Kommentierung von Gesetzen, Verordnungen, Rechtsprechung und aufsichtsbehördlichen Vorgaben der deutschen und US-amerikanischen Rechtsordnung aufzuzeigen, welche Ge- und Verbote in diesem Zusammenhang bestehen und wie diese mit aufsichtsrechtlichen Mitteln durchgesetzt werden können. Im Rahmen des Vergleichs geht der Verfasser einerseits der Frage nach, ob in Deutschland ausreichend Rahmenbedingungen zur Sicherstellung vorgenannter Ziele bereitstehen, und andererseits, ob und inwiefern sich aus den gefundenen Unterschieden zum US-amerikanischen Recht Lösungsmodelle zur funktionalen Verbesserung der deutschen Rahmenbedingungen entwickeln lassen.



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