Doktorarbeit: Das Vertragsstatut der Outsourcing-Vereinbarung

Das Vertragsstatut der Outsourcing-Vereinbarung

Rechtsfragen grenzüberschreitender Unternehmensauslagerungen im Internationalen Privatrecht

Studien zum Internationalen Privat- und Zivilprozessrecht sowie zum UN-Kaufrecht, Band 43

Hamburg 2010, 356 Seiten
ISBN 978-3-8300-4864-0 (Print & eBook)

Akzessorische Anknüpfung, Globalisierung, Internationales Gesellschaftsrecht, Know-How-Transfer, Kollisionsrecht, Komplexer Langzeitvertrag, Make-or-Buy, Outsourcing, Rechtswahl, Rechtswissenschaft, Sitzverlegung, Strategische Kooperation, Unternehmensnetzwerk, Vertragsstatut

Zum Inhalt

Angesichts wachsender Internationalität der Märkte und Globalisierung des Wettbewerbs findet Outsourcing – also die Abgabe betrieblicher Funktionen und Prozesse an externe Dienstleister – zunehmend über Landesgrenzen hinweg statt. Solche cross-border Projekte berühren stets unterschiedliche Rechtsordnungen, sowohl bei Einschaltung fremder Dienstleister im Ausland als auch bei internem Outsourcing in multinationalen Konzernen.

Johannes Becker untersucht die Auswirkungen der unternehmerischen Entscheidung zum Outsourcing im Hinblick auf materiell-rechtliche und insbesondere kollisionsrechtliche Fragestellungen. Dabei analysiert er nach kurzer Darstellung des Rechtsproblems Outsourcing im deutschen Sachrecht das Vertragsstatut der modular aufgebauten Outsourcing-Vereinbarung. Der Schwerpunkt liegt auf der kollisionsrechtlichen Einordnung des kooperationsbegründenden Rahmenvertrags und auf der Erfassung der komplexen Verknüpfung der Singulärvereinbarungen innerhalb des Gesamtvertragswerks.

Die Untersuchung führt zu dem Ergebnis, dass der isolierten Anknüpfung der Einzelverträge an die charakteristische Leistung die zur Beurteilung des Outsourcing-Projekts in seiner Gesamtheit gebotene Kohärenz fehlt. Der Autor diskutiert folglich intensiv die Frage der Abstimmung der unterschiedlichen Vertragsstatute zum Zweck des reibungslosen Leistungsaustauschs und der Gewährleistung der fortdauernden Interaktion der Kooperationspartner.

In einem weiteren Teil geht es um die Anwendungsfragen des Internationalen Gesellschaftsrechts bei Unternehmensauslagerungen. Deren unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten erhalten besonderes Gewicht durch die aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und in der nationalen Gesetzgebung.

Typische Fragestellungen des Internationalen Arbeitsrechts sowie des Datenschutzes bei grenzüberschreitenden Outsourcing-Projekten schließen die Studie ab.



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