Tagungsband: Der Kongress von Manastir – Herausforderung zwischen Tradition und Neuerung in der albanischen Schriftkultur

Der Kongress von Manastir – Herausforderung zwischen Tradition und Neuerung in der albanischen Schriftkultur

3. Deutsch-Albanische kulturwissenschaftliche Tagung in München vom 7. bis 8. November 2008

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 139

Hamburg 2009, 252 Seiten
ISBN 978-3-8300-4705-6 (Print & eBook)

Rezension

[...] Als Fazit ist festzuhalten, dass der vorliegende Sammelband einige Beiträge enthält, die insgesamt gute wie auch nützliche Informationen zu den Ereignissen des Kongresses von Manastir und der albanischen Schriftgeschichte bieten. Er liefert so zugleich auch einen Querschnitt albanologischer Forschung, vor allem in den albanischsprachigen Gebieten Südosteuropas. Der des Albanischen kundige Leser ist damit gut versorgt und in der Lage, sich ein Bild von diesem für die albanische Sprachgeschichte, aber auch für die politische Geschichte so bedeutsamen Kongress zu machen. [...]

Joachim Matzinger, in:
Südost-Forschungen, 68 (2009)

Albanien, Albanisch, Albanologie, Alphabet, Balkankunde, Buchgeschichte, Schriftkultur, Schriftüberlieferung, Sprachwissenschaft

Zum Inhalt

Die Publikation enthält die überarbeitete Fassung eines Großteils der Vorträge der 3. Deutsch-Albanischen Kulturwissenschaftlichen Tagung in München (7. bis 8. November 2008), die die Beschlüsse des Kongresses von Manastir (Bitola – November 1908) und deren Auswirkung in unserer Zeit zum Gegenstand hatte. Dem Kongress, bekannt auch als der Kongress des albanischen ABC, kommt wie kaum einem anderen Ereignis in der Geschichte der albanischen Schriftkultur eine wichtige Bedeutung zu, da hier das heute gültige phonetische Alphabet beschaffen wurde, dem die lateinische Schrift zugrunde liegt. Der Band präsentiert den Kenntnisstand der bisherigen Forschung zur vielschichtigen Alphabetfrage und widmet sich zugleich höchst brisanten Fragen der albanischen Schriftkultur der Gegenwart, u. a. denen im Rahmen der elektronischen Kommunikation und der Orthografiereform, die nur interdisziplinär mit Erfolg bewältigt werden können und darum eine rege Zusammenarbeit zwischen Sprachpflegern und Philologen, Computerlinguisten und Informatikern sowie Schriftstellern und Intellektuellen erfordern.

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