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Dissertation: Ausrichtung der Informationslogistik auf operative Prozesse

Ausrichtung der Informationslogistik auf operative Prozesse

Entwicklung und Evaluation einer situativen Methode

Studien zur Wirtschaftsinformatik, Band 32

Hamburg 2009, 340 Seiten
ISBN 978-3-8300-4582-3 (Print), ISBN 978-3-339-04582-9 (eBook)

Business Engineering, Design Science, Entscheidungsunterstützung, Gestaltungsorientierung, Informatik, Informationstechnik, Methoden-Engineering, Prozessorganisation, Prozessorientierte Informationslogistik, Situativer Ansatz, Wirtschaftsinformatik

Zum Inhalt

Informationslogistik verfolgt das Ziel, verschiedene Anspruchsgruppen im betrieblichen Kontext mit handlungs- und entscheidungsrelevanten Informationen zu versorgen. Zum Adressatenkreis der Informations­bereitstellung zählen, neben den Fach- und Führungskräften eines Unternehmens, zunehmend auch diejenigen Mitarbeitenden, die mit der Ausführung operativer Tätigkeiten betraut sind. Solche Tätigkeiten werden, dem Paradigma der prozessorientierten Organisationsgestaltung folgend, in Form operativer Prozesse – den Geschäfts- und Unterstützungsprozessen eines Unternehmens – organisiert. Viele dieser Abläufe umfassen prozessinhärente Entscheidungspunkte und setzen implizit voraus, dass die prozessausführenden Mitarbeitenden über spezielle, die Prozessausführung unterstützende Informationen, dedizierte Kenntnisse oder prozessbezogenes Erfahrungswissen verfügen. Durch die Ausrichtung der Informationslogistik auf operative Prozesse sollen diese Mitarbeitenden in die Lage versetzt werden, die entsprechenden Abläufe auf Grundlage einer integrierten Bereitstellung analytischer Informationen effektiv und effizient bewältigen zu können.

Unter dem Oberbegriff der „prozessorientierten Informationslogistik“ wird durch den Autor eine situative Methode entwickelt. Diese bietet Unternehmen in zweierlei Hinsicht Anleitung und Unterstützung: Zum einen adressiert die Methode die Identifikation, die Analyse und die Umgestaltung entsprechender operativer Prozesse. Zum anderen greift der Methodenvorschlag die Aufbereitung entscheidungsunterstützender Informationen sowie deren integrierte Bereitstellung im Rahmen der Prozessausführung auf. Vor dem Hintergrund der Prämissen des situativen Methoden-Engineering werden zehn Entwicklungssituationen der prozessorientierten Informationslogistik unterschieden. Der Methoden­vorschlag kann bezüglich dieser Entwicklungssituationen angepasst und situationsspezifisch ausgestaltet werden. Als Erkenntnisgrundlagen für die Methodenentwicklung werden etablierte Ansätze aus der Literatur, die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung sowie erfolgreiche Lösungen aus der betrieblichen Praxis herangezogen. Letztere sind in Form von Fallstudien zur Methodenentwicklung dokumentiert. Als Ausgangspunkt und Voraussetzung für die Methodenbeschreibung werden zudem ein Konzept zur Modularisierung situativer Methoden sowie Mechanismen für deren situationsspezifische Anpassung abgeleitet.

Der Nachweis der korrekten Herleitung und Konstruktion sowie der Praxistauglichkeit, der Zweckdienlichkeit und der Nützlichkeit des Methodenvorschlags wird im Rahmen der Evaluation geführt. Diese erfolgt zum einen analytisch auf Grundlage von zuvor aufgestellten Methoden­anforderungen, zum anderen empirisch durch die Befragung potenzieller Anwenderinnen und Anwender der Methode. Die Befragungsergebnisse sind wiederum in Form von Fallstudien dokumentiert. Mit der Entwicklung und der darauf aufbauenden Evaluation einer situativen Methode deckt die Studie die beiden wesentlichen Forschungsaktivitäten der ge­stal­tungs­orientierten Wirtschaftsinformatik ab.



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