Dissertation: Förderung von Argumentationskompetenzen durch selbst differenzierende Lernangebote

Förderung von Argumentationskompetenzen durch selbst differenzierende Lernangebote

Eine Studie im Mathematikunterricht der Grundschule

Didaktik in Forschung und Praxis, Band 47

Hamburg 2009, 416 Seiten
ISBN 978-3-8300-4455-0 (Print & eBook)

Argumentationskompetenz, Argumentationsmodell, Argumentieren, Begründen, Bildungsstandards, Forscheraufgaben, Grundschuldidaktik, Grundschule, Kompetenzmodell, Mathematikdidaktik, Mathematikunterricht, Pädagogik, Primarbereich, Schulpädagogik, Toulmin

Zum Inhalt

In der Idealvorstellung eines „forschenden“ Mathematikunterrichts entdecken Kinder Eigenschaften und Beziehungen, ziehen logische Schlussfolgerungen und begründen ihre Entdeckungen. Argumentieren und Mathematik treiben sind untrennbar miteinander verbunden. Ergebnisse aktueller Studien weisen jedoch auf Defizite deutscher Schülerinnen und Schüler bezüglich des Argumentierens hin.

Zielsetzung dieser Forschungsarbeit war es zum einen ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, mit dem es gelingen kann, die argumentativen Kompetenzen aller Grundschulkinder zu fördern und zum anderen ein Kompetenzmodell zur Beurteilung von Argumentationen zu erstellen.

Im Fokus der Studie stehen Forscheraufgaben, die ein besonderes Argumentationspotential besitzen. Es handelt sich hierbei um selbstdifferenzierende Lernangebote. Auf der Grundlage von Schülerdokumenten werden die einzelnen Schritte, die Kinder beim Argumentieren vollziehen, betrachtet. Funktionale Beziehungen der Teilargumentationen werden in einem Argumentationsmodell erfasst.

In einer viermonatigen empirischen Studie wurde ein Unterrichtskonzept zur Förderung von Argumentationskompetenzen durch Forscheraufgaben untersucht. Die schriftlichen Argumentationen (mehr als 1000) werden mit Hilfe eines dreistufigen Kompetenzmodells analysiert und beurteilt. Durch Fragebögen und Interviews wird das Konzept aus der Sicht der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler betrachtet.

Die Untersuchungsergebnisse belegen den Erfolg der Studie und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten auf der Grundlage selbstdifferenzierender Lernangebote der Leistungsheterogenität der Kinder gerecht zu werden.

Link der Autorin

Universität Würzburg, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik, Dr. Angela Bezold

    

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