Dissertation: Kognitive Vulnerabilität bei bipolaren Störungen

Kognitive Vulnerabilität bei bipolaren Störungen

Untersuchung in natürlich vorkommenden Krankheitsepisoden

Studien zur Psychiatrieforschung, Band 15

Hamburg 2009, 118 Seiten
ISBN 978-3-8300-4159-7 (Print & eBook)

Affektive Störung, Bipolare Störung, Emotionale Informationsverarbeitung, Gesundheitswissenschaft, Grundlagenforschung, Informationsverarbeitung, Kognition, Kognitive Verhaltenstherapie, Medizin, Psychiatrieforschung, Psychologie

Zum Inhalt

Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Stimmungsschwankungen gehören zum menschlichen Leben dazu. Werden diese Schwankungen jedoch zu extrem, kann es zu einer psychischen Erkrankung kommen – zu einer bipolaren (manisch-depressiven) Störung. Darunter leiden Betroffene ebenso wie ihre Angehörigen, Freunde und Bekannte. Oft kommt es in den akuten Phasen der Erkrankung, der Depression oder der Manie, zu negativen Lebensveränderungen hinsichtlich Karriere, Familie und finanzieller Situation. Die bipolare Störung gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der westlichen Welt, deren Behandlung bis vor wenigen Jahren ausschließlich medikamentös ausgerichtet war. Erst seit kurzer Zeit werden zusätzlich psychotherapeutische Maßnahmen eingesetzt. Ein Konzept, das starkes Interesse auf sich zieht, ist die kognitive Verhaltenstherapie, eine Methode, die sich mit Gedanken, Einstellungen und Gefühlen beschäftigt.
Obwohl schon seit einigen Jahren kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapie für Patienten mit bipolarer Störung angeboten wird, fehlen weitgehend Grundlagenstudien. Deshalb wird in diesem Buch untersucht, ob bestimmte Denkmuster mit den verschiedenen Phasen der bipolaren affektiven Störung einhergehen. Es wird von drei kognitionstheoretischen Modellen ausgegangen, der Kognitiven Therapie der Depression, der Theorie der Erlernten Hilflosigkeit und dem ursprünglich psychodynamischen Konzept der Manischen Abwehr. Wissen über Kognitionen in den verschiedenen Phasen der bipolaren Störung kann letztendlich im therapeutischen Kontext genutzt werden.

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