Dissertation: Der politische Mord in der späten Römischen Republik

Der politische Mord in der späten Römischen Republik

Studien zur Geschichtsforschung des Altertums, Band 18

Hamburg 2008, 574 Seiten
ISBN 978-3-8300-4064-4 (Print), ISBN 978-3-339-04064-0 (eBook)

Rezension

[...] S.s Untersuchung der 22 politischen Mordfälle von 133 v.Chr. bis 52 v.Chr. bietet eine vollständige Erarbeitung des einschlägigen Quellenmaterials unter dem Gesichtspunkt einer Illustration des Verfalls der römischen Republik. [...]

Ulrich Lambrecht, in:
Gymnasium, Bd. 117 (2010), H. 3, S. 297f.

Altertum, Cicero, Clodius Pulcher, Gaius Gracchus, Geschichtswissenschaft, Marcus Tullius Cicero, Marius, Optimaten, Politischer Mord, Popularen, res publica, Römer, Römische Republik, Rom, Staatsnotstand, Sulla, Tiberius Gracchus, Tyrannenmord

Zum Inhalt

Durch die Ermordung des Volkstribuns T. Gracchus hielt eine neue Dimension der Gewalt Einzug in die römische Politik, welche aus heutiger Sicht ein Charakteristikum des politischen Klimas der späten Republik darstellt. Diese Monographie untersucht erstmals detailliert die insgesamt 22 Fälle von politischem Mord in dieser Epoche. Beginnend mit dem Tod des Ti. Sempronius Gracchus bis zu den Unruhen nach der Ermordung des Clodius Pulcher werden die einzelnen Taten aus den antiken Quellen heraus minutiös dargestellt. Die Untersuchung umfasst allgemein bekannte, politisch und gesellschaftlich bewegende Tötungen, wie die der Gracchen oder den Massenmord unter dem Diktator Sulla, aber auch weniger bekannte Morde, wie etwa der an dem Volkstribun P. Furius 99/98 v.Chr. Bei allen Fällen werden Ursachen, Hergänge und Folgen beleuchtet. Darüber hinaus werden jeweils die Ansichten der Zeitgenossen und die Meinungen der Quellenautoren zu diesen Tötungen herausgearbeitet.

Den Rahmen der Analyse bilden eine Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Versuch einer Kategorisierung dieser Fälle. Wer waren die Opfer und die Täter? Aus welchen politischen Kreisen kamen sie? Was waren die Tatmotive? Zusammen mit der Betrachtung wie der politische Mord von den Zeitgenossen wahrgenommen wurde zeichnet diese Untersuchung ein eindrucksvolles Charakterbild des politischen Mordes in der späten Römischen Republik. Eingebettet in den gesamtgeschichtlichen Verlauf spiegelt sich in der Art und Weise der Tötungen die Veränderung und schließlich der Niedergang der traditionellen res publica.



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