Doktorarbeit: Finanzmarktmanipulationen am Beispiel von Futures bei symmetrischer Information

Finanzmarktmanipulationen am Beispiel von Futures bei symmetrischer Information

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 197

Hamburg 2007, 168 Seiten
ISBN 978-3-8300-2887-1 (Print & eBook)

Betriebswirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Finanzmarkt, Futures, Manipulation, Manipulationskategorisierung, Spieltheorie, Strategisches Risiko, Underlying

Zum Inhalt

Finanzmarktmanipulationen sind trotz Gesetze und Richtlinien keine historischen Ereignisse. Jüngste Fälle zeigen, dass die Gesetze der Vielzahl von Manipulationsstrategien nicht habhaft werden können.

Um einen Überblick über dieses Thema zu geben, werden die in der Literatur beschriebenen Manipulationsstrategien kategorisiert, indem die Informationsstruktur als Abgrenzungskriterium dient. Dabei stellt sich heraus, dass alle beschriebenen Strategien auf einer asymmetrischen Struktur basieren und damit jede Manipulation vermieden werden kann, sobald durch Regeln oder Gesetze die Struktur symmetrisch wird. Dieser Fall wird in dieser Studie geprüft, indem getestet wird, ob eine Manipulation in einem als manipulationsfrei geltenden Markt erfolgreich ist. Es stellt sich heraus, dass Manipulationen auch dann existieren, wenn an die Stelle der asymmetrisch verteilten Informationen exogene Marktbeschränkungen treten. In dem hier verwendeten Modellrahmen ist es die gängige Vorschrift seitens des Clearinghauses, die zu einer Verknüpfung von Handelsvolumen und hinterlegten liquiden Mitteln führt (mark-to-market-Regelung). Der Manipulant findet erst dann keine erfolgreiche Strategie mehr, wenn die Marktteilnehmer erkennen, dass ein solcher Markt nicht manipulationsfrei ist und ihre Orders entsprechend anpassen. Diese Anpassung stellt eine Reaktion auf Grund von strategischem Risiko dar. In einem polypolistischen Markt steht diese Lösung nicht zur Verfügung, so dass stattdessen die Verteilung der Marktteilnehmer entscheidend ist.

Empfehlungen an die Betreiber oder den Gesetzgeber sind deswegen schwierig, da exogene Vorschriften Manipulationen nicht unterbinden können. Einzig der freie Zugang zum Markt für alle Marktteilnehmer kann die Anforderung der Verteilung erfüllen, so dass der Abbau von Beschränkungen empfohlen wird.



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