Dissertation: Rechtlicher und technischer Schutz von Werken im Urheberrechtsgesetz

Rechtlicher und technischer Schutz von Werken im Urheberrechtsgesetz

Eine Untersuchung des Urheberrechtes in der Informationsgesellschaft

Studien zum Gewerblichen Rechtsschutz und zum Urheberrecht, Band 9

Hamburg , 232 Seiten

ISBN 978-3-8300-1889-6 (Print)
ISBN 978-3-339-01889-2 (eBook)

Zum Inhalt

Der Gesetzgeber hat im Jahr 2003 den Schutz „wirksamer technischer Maßnahmen“ in das Urheberrecht eingeführt. Er stellt die Umgehung solcher Kopierschutztechniken unter zivil- und sogar strafrechtliche Sanktionen, ohne genau zu definieren, wann überhaupt eine Maßnahme wirksam ist. Die weite Fassung der gesetzlichen Regelung lässt zudem befürchten, dass in Zukunft die Rechteinhaber entscheiden können, ob eine Privatkopie von ihren Werken zulässig ist. Sie werden damit in die Lage versetzt, über die Nutzung ihrer Werke in noch weiterem Umfang zu entscheiden als bisher.

Der Normalbürger kann die Funktion dieser technischen Maßnahmen nicht nachvollziehen. Trotzdem soll er für die sozial akzeptierten Verhaltensweisen wie das Kopieren und Verschenken einer Musik-CD haftbar gemacht werden. Die Filmindustrie flankiert diese Unsicherheit noch, indem sie in aggressiven Werbespots den „Gelegenheitsbrenner“ als Raubkopierer und Kapitalverbrecher hinstellt.

Der Verfasser bringt im vorliegenden Band Licht in das Dunkel der Vielfalt von Kopierschutztechniken. Er stellt die bei Audio-CDs und DVDs tatsächlich genutzten Arten von technischen Schutzmaßnahmen dar und untersucht, ob überhaupt ein Verfahren existiert, das den Anforderungen des Gesetzgebers genügt. Denn nur das Umgehen solcher Verfahren birgt strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen. Dabei beweist der Verfasser sowohl technischen wie auch juristischen Sachverstand und verbindet diese beiden schwierigen Materien am Berührungspunkt des Urheberrechts auf breiter faktischer Basis miteinander. Er stellt die gesetzliche Systematik dar, wie sie sich durch die Neufassung ergibt, und zeigt Lösungen auf, wie ein gerechter Ausgleich zwischen den Urhebern und den Nutzern von Werken aussehen kann. Er erweitert seine Untersuchung auch auf die immer beliebteren Internet-Tauschbörsen wie Kazaa und eDonkey und prüft, ob dem Gesetzgeber der Versuch gelungen ist, das Recht der Urheber ins digitale Zeitalter zu überführen.

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