Doktorarbeit: Kommunikationsprozesse in netzbasierten Lernszenarien

Kommunikationsprozesse in netzbasierten Lernszenarien

Eine inhaltsanalytische Untersuchung zum tutoriell betreuten Lernen im asynchronen Kommunikationsmedium Newsgroup

Medienpädagogik und Mediendidaktik, Band 8

Hamburg 2005, 270 Seiten
ISBN 978-3-8300-1882-7 (Print & eBook)

Erwachsenenbildung, Geschlechterspezifsche Kommunikation, Internet, internet-basiertes Lernen, Kooperation, Lerngruppen, Neue Informations- und Kommunikationstechnologien, Neue Medien, Pädagogik, Tele-Tutor, tele-tutorielle Betreuung, Weiterbildung

Zum Inhalt

Mit der zunehmenden Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien eröffneten sich in den letzten Jahren insbesondere auf dem Sektor der Weiterbildung neue Möglichkeiten des Lernens und Kommunizierens. Das netzbasierte Lernen ermöglicht eine flexible, orts- und zeitunabhängige Einteilung von Lernphasen; die Kurse oder Studiengänge werden oft als hybride Angebote konzipiert und verlangen von den Teilnehmenden methodische Handlungskompetenzen beim selbst gesteuerten und kooperativen Lernen und Kommunizieren.

Die Autorin untersucht das Kommunikationsverhalten von Teilnehmenden sowie von Tele-Tutorinnen und Tele-Tutoren eines weiterbildenden internetbasierten Kurses und stellt ein umfassendes Konzept zur quantitativen inhaltsanalytischen Untersuchung von Kommunikationsprozessen in Newsgroups vor. Obwohl sich die Nutzung von asynchronen Kommunikationsforen als Standard-Methode des netzbasierten Lernens etabliert hat, liegen international wenige detaillierte Analysen vor. Ein zentraler Aspekt der Arbeit ist die Entwicklung und Anwendung eines Kategoriensystems zur inhaltsanalytischen Auswertung von Kommunikationsprotokollen in asynchronen Foren. Auf der Grundlage dieses Schemas zeigt die Autorin, wie Kommunikation von Lerngruppen in asynchronen Foren untersucht werden kann. Dabei werden typische Phänomene der Face-to-Face Kommunikation nachgewiesen, aber auch andere medienbedingte Phänomene, wie etwa in der geschlechterspezifischen Kommunikation. Es werden zudem Phasenmodelle der Kommunikationsverläufe sowohl für die Tele-Tutorinnen und Tele-Tutoren als auch für die Kursteilnehmenden entwickelt und verschiedene Nutzertypen festgestellt. Auch die Rolle und Funktion der Tele-Tutorinnen und Tele-Tutoren wird einer Analyse unterzogen.

Dem neu entwickelten Kategoriensystem liegt ein Codebuch zugrunde, das als Anweisung für die Auswertung heranzuziehen ist. In mehreren Optimierungsläufen wurde das vorliegende Schema entwickelt. In Anlehnung an die TIP-Theorie und an die Media-Synchronicity Theorie wurde der kommunikationswissenschaftliche Rahmen diskutiert.



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