Doktorarbeit: Bildungsprozesse in der zweisprachigen Kindertageseinrichtung eines Großunternehmens

Bildungsprozesse in der zweisprachigen Kindertageseinrichtung eines Großunternehmens

Frühpädagogik zwischen Tradition und Neubestimmung

Sozialpädagogik in Forschung und Praxis, Band 13

Hamburg , 538 Seiten

ISBN 978-3-8300-1865-0 (Print)
ISBN 978-3-339-01865-6 (eBook)

Zum Inhalt

Das Buch hat zwei Schwerpunkte: Den ersten Schwerpunkt bildet die Beschreibung eines Großunternehmens als nicht- staatlicher Akteur in den Bereichen Familienförderung und Kinderbetreuung; hier bezieht sich die Untersuchung auf historische Entwicklungslinien der Kinderbetreuung im Allgemeinen sowie der betrieblichen Kinderbetreuung im Besonderen. Auf diesem Hindergrund werden die gegenwärtigen Debatten und Aktivitäten hinsichtlich der Verbindung von staatlichen und nichtstaatlichen Maßnahmen der Familienförderung dargestellt. Im Anschluss daran wird die heutige Sicht der frühkindlichen Forschung zu Lern- und Bildungsprozessen von Kindern unter Berücksichtigung der pädagogischen Tradition, der Entwicklungspsychologie, der neueren Erkenntnisse der Hirnforschung und der Bindungsforschung diskutiert, um vor diesem Hintergrund das Konzept und die pädagogische Arbeit der KiTa Sterntaler sowie die Qualität der Einrichtung im Hinblick auf die Förderung der Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse der Kinder beurteilen zu können.

Den zweiten Schwerpunkt bildet die Untersuchung der zweisprachigen Erziehung der KiTa Sterntaler und die Entwicklung der beiden Untersuchungsgruppen (Gruppe 1 und 2) sowie einer ausgewählten Anzahl von Kindern (`Zielkinder´). Dabei wurden Aspekte der Orientierungsqualität, der Strukturqualität und der Prozessqualität der Einrichtung berücksichtigt.

Damit reiht sich die vorliegende Untersuchung in eine für Deutschland relativ neuartige Entwicklung in der erziehungswissenschaftlichen bzw. frühkindlichen Forschung ein.

Gemeinsamkeiten zur vorliegenden Qualitätsforschung zu Tietze u.a. (1998) bestehen in der deskriptiv- analytischen Anlage der Untersuchung von pädagogischer Qualität und in der Untergliederung in die von Tietze u.a. vorgeschlagenen Qualitätsdimensionen (pädagogische Orientierungs-, Struktur- und Prozessqualität), sowie im Verständnis und in der Beschreibung der Qualität der KiTa Sterntaler als mehrdimensional bestimmtes, empirisch fassbares Phänomen.

Besonderheiten der vorliegenden Untersuchung bestehen in der stärkeren Einbeziehung des Fachpersonals und deren Einschätzung zum Entwicklungsstand der Kinder (Beobachtungsbogen), zur Umsetzung der pädagogischen Konzeption und zur Strukturqualität der Einrichtung, wie vom Kronberger Kreis (1998) vorgeschlagen, um Qualität im Dialog zwischen Eltern, Fachpersonal, Trägervertretern und Beobachtern zu entwickeln und weniger auf `summative´, auf Testergebnissen aufbauende Aussagen zu setzen.

Der Einfluss der Herkunftsfamilien auf die Entwicklung der Kinder bis zu ihrem Eintritt in die KiTa, bei Tietze u.a. unter dem Aspekt der `pädagogischen Qualität häuslicher Umwelten´ als Teil seiner Untersuchung integriert, konnte hier partiell durch Elternfragebogen für alle Kinder der Untersuchungsgruppen und Interviews mit den Eltern der Zielkinder zu ihren Erziehungszielen und Erziehungspraktiken in die Befunde einbezogen werden. Der wechselseitige Einfluss von Herkunftsfamilie auf die Qualität der KiTa und umgekehrt konnten anhand von Umfragen an die Erziehenden und eigenen Beobachtungen festgestellt werden.

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