Doktorarbeit: Das Freie Lesen

Das Freie Lesen

Eine handlungsorientierte Leseförderung für die Sekundarstufe I mit einer entsprechenden Motivierung für leseferne Kinder und Jugendliche

Didaktik in Forschung und Praxis, Band 8

Hamburg 2003, 322 Seiten
ISBN 978-3-8300-1056-2 (Print)

Deutschunterricht, Didaktik, Freies Lesen, Leseförderung, Literaturunterricht, Pädagogik, Schulunterricht

Zum Inhalt

Zum Lesen kann nur durch das Lesen selbst motiviert werden.

Nicht erst die Brisanz der vorgelegten Ergebnisse der PISA-Studie 2001 betont die Notwendigkeit einer schulisch und individuell abgestimmten Leseförderung, die methodisch differenzierend eingesetzt werden kann.

Die Bedeutung des Buches liegt in unterrichtspraktischen Ausführungen eines Literaturunterrichts, der an Schülerinnen und Schüler herantritt, die eine geringe oder nicht vorhandene Lesebereitschaft aufweisen.

Freies Lesen im Literaturunterricht stellt den Erlebnischarakter von Literatur handlungsorientiert in den Mittelpunkt. Der kommunikationsorientierte Umgang mit Büchern bahnt einen freien Weg zum Lesen. Entgegen vorgegebenen Lesestoffen können Kinder und Jugendliche sich frei auf Texte einlassen, was freiwilliges und engagiertes Lesen fördert. Einerseits können sie mit entscheiden, was sie lesen und wie sie mit Literatur umgehen möchten. Freizeitlektüre kann andererseits auch in den Unterricht einfließen. Weitere Stichpunkte charakterisieren das Freie Lesen: natürliche Leseweise, gemeinsame Leseerlebnisse im Unterricht, Verbindung mit bestehenden Rahmenrichtlinien, fächerübergreifender Unterricht, Lesen im Internet sowie literarische Medienerziehung.

Den Schwerpunkt bilden Unterrichtssequenzen zum Freien Lesen. Einerseits wird das Freie Lesen in den alltäglichen Literaturunterricht eingebunden, kann andererseits auch in Projekten durchgeführt werden. Die dargestellten Möglichkeiten werden als komplette Unterrichtsbeschreibung dokumentiert. Alternativen werden angeboten.

Die Grundlage stellt eine praxisnahe Auswertung einer Befragung von Kindern und Jugendlichen zu ihrem Lese- und Medienverhalten dar. Der beigefügte Fragebogen kann im alltäglichen Literaturunterricht eingesetzt werden und ist mehr als Praxisinstrument, weniger als Forschungsinstrument anzusehen.

Das Freie Lesen ermöglicht eine vielseitige literarische Bildung, da Zeit und Chancen gegeben werden, Eigenaktivitäten zu entwickeln und auszuführen.



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