Forschungsarbeit: Todesstrafe als ethisches Problem

Todesstrafe als ethisches Problem

Aspekte ihrer Rechtfertigung und Problematisierung im Zuge der Menschenrechtsbewegung

Ethik in Forschung und Praxis, Band 1

Hamburg , 172 Seiten

ISBN 978-3-8300-0781-4 (Print)

Zum Inhalt

Die Todesstrafe ist bis heute, auch in Staaten mit einer langen demokratischen und menschenrechtlichen Tradition, wie beispielsweise den USA, eine noch immer praktizierte Form der Bestrafung. Aber auch in Staaten, die die Todesstrafe abgeschafft haben, wird immer wieder, vor allem bei schweren Gewaltverbrechen, der Ruf nach der Todesstrafe in großen Bevölkerungsteilen laut. Die Todesstrafe ist also noch immer kein Relikt vergangener Zeiten, sonder im Zuge der Menschenrechtsbewegung seit der Nachkriegszeit präsenter und brisanter denn je.

Kästel beschreibt und analysiert in neun Kapiteln die Aktualität, Zahlen und Meinungen in der Bevölkerung zur Todesstrafe und wirft ausgewählte Problematisierungen der Strafrechtsphilosophie auf, die auch Rechtfertigungen erwägen. In einem Unterkapitel wird auch die Lage und Möglichkeit erörtert, ob eine Wiedereinführung der Todesstrafe in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich möglich wäre, wo sie doch von einer großen Zahl der Bevölkerung befürwortet zu werden scheint.

Welchen Einfluss und welche Bedeutung bei der Meinungsbildung und für die Öffentlichkeit allgemein die Medien in der Todesstrafenfrage einnehmen, ist spätestens dann ein Anliegen einer Medienethik, seit wieder Überlegungen einer öffentlichen Hinrichtung in einem westlichen Land erwogen wurden. Aber auch filmische und literarische Umsetzungen der Thematik werden anhand von Beispielen in einem weiteren Kapitel vorgestellt.

Einen Schwerpunkt des Buches bildet die Stellung der katholischen Kirche und der Theologie in dieser sehr umstrittenen Thematik. Denn wenn die Todesstrafe begründet werden soll, sind dies zumeist staatstheoretische oder ethische Motive.

Inwieweit die Todesstrafe gegen die Menschenrechte verstößt und wie kirchliche und internationale Menschenrechtsorganisationen arbeiten und dagegen anzugehen versuchen, wird in diesem Buch ebenfalls betrachtet. Wie auf internationaler und europäischer Ebene das Problem zu bewältigen gesucht wird, zieht Kästel in einem Kapitel über internationale Interaktionsmöglichkeiten gegen die Todesstrafe in Betracht.

Den Diskurs zwischen Befürwortern und Gegnern der Todesstrafe seitens Theologen, Rechtswissenschaftlern, Kirchen und Nicht-Regierungs-Organisationen in seiner ethischen Komponente und in seiner Verbindung zur internationalen Menschenrechtsbewegung zu beschreiben und zu analysieren ist das Ziel dieses Buches.

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