Dissertation: Die berufliche Situation von Ärztinnen in sogenannten Männer- und Frauenfächern der Medizin

Die berufliche Situation von Ärztinnen in sogenannten Männer- und Frauenfächern der Medizin

FEMINAT – Studien zur Frauenforschung, Band 9

Hamburg , 112 Seiten

ISBN 978-3-8300-0129-4 (Print)

Zum Inhalt

Seit Jahren gibt es eine rege Diskussion über die berufliche Situation von Ärztinnen. Doch wie sieht die derzeitige berufliche Situation der weiblichen Ärzte aus, wenn die einzelnen Fachdisziplinen getrennt analysiert werden? Anlass zu dieser Arbeit waren unter anderem die in der Literatur des öfteren in sogenannte „Männer-„ oder „Frauenfächer“ eingeteilten Fachdisziplinen innerhalb der Medizin. Hierbei werden unter sogenannten Männerfächern solche Fachgebiete verstanden, in denen die Ärzteschaft zu einem hohen Anteil aus Männern besteht und der Anteil an Ärztinnen gering ist. Als sogenannte Frauenfächer werden hingegen solche bezeichnet, in denen vergleichsweise viele Ärztinnen tätig sind. In der vorliegenden Arbeit wurden als typische Frauenfächer die Bereiche Anästhesie, Gynäkologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Pädiatrie ausgewählt, als typische Männerfächer Chirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie und Urologie.

Möglicherweise liegen Ursachen für die Entwicklung von sogenannten Männer- und Frauenfächern in deren Historie, weshalb zunächst ein historischer Überblick über die acht untersuchten Fachgebiete gegeben wird. Daran anschließend wird die Situation der Ärztinnen heute dargestellt. Neben einer ausführlichen Darstellung der oben erwähnten Fächer an deutschen Kliniken wird ein Überblick über andere europäische Länder und die USA gegeben. Auf diese Weise lässt sich das Spezielle der Situation in Deutschland besser verstehen; es werden aber auch einige Trends im Sinne allgemeiner Entwicklungen relativiert.

Im empirischen Teil wurde die Fragestellung von zwei Seiten angegangen. Zunächst erfolgte eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Verhältnisse an deutschen Universitätskliniken. Die daraus gewonnenen Daten wurden mit anderen Quellen, wie zum Beispiel der Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung verglichen. Dadurch konnten Unterschiede zwischen Universitätskliniken und der Gesamtheit der deutschen Kliniken herausgearbeitet werden.

Als zweite Strategie, sich der Problematik zu nähern, erfolgte eine Untersuchung zu den Vorstellungen junger Medizinstudierender bezüglich ihrer beruflichen Ziele. Dies wurde mittels eines selbst konzipierten Fragebogens erhoben. Ziel der Befragung war es, in einer Art Momentaufnahme die Wünsche und Ziele männlicher und weiblicher Medizinstudierender festzuhalten.

Im Schlussteil der Arbeit werden die Schwierigkeiten, aber auch die Möglichkeiten von Ärztinnen in den verschiedenen Fachgebieten und hierarchischen Stellungen zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen städtischen Kliniken und Universitätskliniken werden mögliche Perspektiven aufgezeigt.

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