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Subjektive Interpretationen von Naturerfahrungen im Kontext bildungstheoretischer Perspektiven

Naturerleben und Selbstbildung als gesundheitsfördernde Faktoren

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 52

Hamburg , 348 Seiten

ISBN 978-3-339-13904-7 (Print) |ISBN 978-3-339-13905-4 (eBook)

Zum Inhalt deutschenglish

Die qualitative Studie geht der Frage nach, wie sich Persönlichkeitsentwicklungsprozesse in und mit der Natur im Kontext von Gesundheitsförderung vollziehen. Die Ergebnisse basieren auf Interviewaussagen zum subjektiven Natur- und Selbsterleben von Personen im Feld direkter Naturerfahrung und auf der Datenanalyse mit dem kategoriebildenden Verfahren der Grounded Theory Methodologie.

Verortet in einem Ansatz von Selbstbildung, der Persönlichkeitsentwicklung als Selbsttransformation untersucht, stehen im Rahmen der Studie die Betrachtung von subjektivem Natur-, Selbst- und Gesundheitserleben und persönlichen Bildungsprozessen im Mittelpunkt. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Bedeutung begleiteten lebenslangen Erwachsenenlernens. Dabei gerät in den Blick, dass vor allem beziehungsorientierte Bildungsangebote zu Persönlichkeitsentwicklungsprozessen und damit zu Selbst- bzw. Subjektbildung beitragen. Diese Bildungsangebote sind durch eine achtsame körperlich—leibliche Wahrnehmungsweise von Natur und sich selbst im Zusammenhang mit Psychoedukation, zur besseren Einordnung eigener Gefühle, Gedanken und Handlungen, gekennzeichnet. Die Kategorien Leibliche Wahrnehmungsweise und Bewusstsein stellen sich als zentral heraus, welche in enger Beziehung zu persönlichen Lern- und Bildungsprozessen sowie psychologischer Gesundheit stehen. Diese äußert sich besonders in gelebter Selbstintegration, Authentizität und sozialer Kommunikationsfähigkeit. Die Ausbildung eines individuellen Resonanzvermögens ist hier grundlegend. Gelungene persönliche Veränderungsprozesse im Rahmen einer Selbstbildung in und mit der Natur laufen als dynamische innere Bewegung und schrittweises Erkennen der eigenen Entwicklung ab.

Die spezifische Auseinandersetzung damit, wie genau Natur und warum sie als wohltuend empfunden wird, ist in der Studie eingebettet in den gesellschaftlichen Diskurs um Gesundheitsförderung. Auch die Diskussion um entsprechend geeignete Erfahrungs-, Lern- und Lehrräume und deren bildungstheoretische und -praktische Bedeutung ist relevant. Eine ausgesprochene Brisanz der Ergebnisse der vorliegenden Studie erklärt sich insbesondere vor dem Hintergrund aktuell stark zunehmender psychisch seelischer Belastungen in der Bevölkerung sowie der Debatte um persönliche bzw. gesellschaftliche Nachhaltigkeits- und Demokratiebildung.

Die Zielgruppe

Forschende und Praxis der Erziehungswissenschaft, Erwachsenenbildung, Prävention & Gesundheitsförderung, Naturpädagogik

Zur Autorin

Dr. phil. (des.) Vera Oostinga, (Selbst-)Bildungswissenschaftlerin und Natur- und Nachhaltigkeitspädagogin, Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Promotion an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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