Doktorarbeit: Management Control in Familienunternehmen

Management Control in Familienunternehmen

Interdisziplinäre Schriftenreihe „Familienunternehmen“, Band 6

Hamburg , 378 Seiten

ISBN 978-3-339-12786-0 (Print)
ISBN 978-3-339-12787-7 (eBook)

Zum Inhalt

Organisation impliziert Ordnung und Ordnung impliziert wiederum das Vorhandensein von Control. Soll mithilfe von Control das Verhalten der Organisations- oder Unternehmensmitgliedern beeinflusst werden, spricht man von Management Control. Die Mittel, die hierfür zum Einsatz kommen, sind vielseitig und reichen von sehr formalen betrieblichen Prozessen und Instrumenten bis hin zu informellen sozialen, interpersonalen Möglichkeiten der Verhaltensbeeinflussung. Dass Familienunternehmen zum Zwecke der Ausübung von Management Control auf andere Instrumente zurückgreifen als Nicht-Familienunternehmen, wurde bereits von diversen empirischen Studien festgestellt. Indes bestehen weiterhin offene Fragen bezüglich des theoretischen Herleitung dieser Unterschiede.

Durch die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmenwerks zum Einsatz von Management Control in Familienunternehmen liefert dieses Werk hierzu einen neuartigen Beitrag. Zentraler Bezugspunkt dieses Rahmenwerks ist die oberste Führungsebene des Unternehmens, mithin die Schnittmenge zwischen dem rein sozialen System der Familie und dem formal-sozialen System des Unternehmens.

Im Rahmen der strukturbildenden Managementaufgabe entscheidet das oberste Management zunächst über die Ausgestaltung der formalen Komponente des Management-Control-Systems. Daneben setzt das oberste Management im Rahmen der Personalführung durch Einbringung in den Management-Control-Prozess zudem Maßstäbe bezüglich der Anwendung der implementierten Systeme. Diese beiden Entscheidungen des obersten Managements bilden den Kern des entwickelten Modells.

Der Autor versucht hierbei zwei zumeist parallel laufende Forschungsgebiete zusammenzuführen: die Management-Control-Forschung auf der einen Seite und der Leadership-Literatur auf der anderen.

Aufbauend auf dem in dieser entwickelten verhaltenswissenschaftlichen Modell von Management Control wird im Rahmen dieser Arbeit insbesondere untersucht, inwieweit die formale Ausgestaltung von Management Control funktional auf das besondere Zielsystem von Familienunternehmen ausgerichtet sein sollte, ob die formale Ausgestaltung von Management Control in Familienunternehmen von persönlichen Präferenzen des obersten Managements beeinflusst wird, wie sich das oberste Management in den Management-Control-Prozess einbringen sollte und welche auf den Familieneinfluss zurückzuführenden Faktoren die Effektivität des vom obersten Management gezeigten Einbringungsverhaltens beeinflussen.

Im Ergebnis entsteht ein konzeptionelles Rahmenwerk, welches einerseits die bereits beschriebenen Besonderheiten von Management Control in Familienunternehmen widerspiegelt und andererseits als Grundlage für weitere empirische Studien zur differenzierteren Untersuchung des Zusammenspiels der persönlichen Eigenschaften und Einstellungen des obersten Managements und der Ausgestaltung der Management-Control-Prozesse in Familienunternehmen herangezogen werden kann.

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