Doktorarbeit: Selektive Wirkungen antiinflationärer Geldpolitik, 2. Aufl.

Selektive Wirkungen antiinflationärer Geldpolitik, 2. Aufl.

Ein Beitrag zur Diskussion über die Transmission monetärer Impulse in Makromodellen mit Kreditrationierung

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 14

Hamburg , 187 Seiten

ISBN 978-3-925630-58-3 (Print)

Zum Inhalt

Die moderne Theorie der Kreditrationierung geht auf Arbeiten von Keeton sowie Stiglitz und Weiss zurück. In der betreffenden Literatur ging es bislang vor allem um die mikroökonomische Begründung der Kreditrationierung. Wie die hierbei gewonnenen Erkenntnisse in Makromodelle einbezogen werden können, ist bislang ungeklärt.
In der vorgelegten Arbeit wird ein dreisektorales Makromodell mit Kreditrationierung konstruiert. Das Modell spiegelt im Hinblick auf die Abbildung des Kapitalmarkts die Keynesschen Auffassungen wider. Durch die Unterscheidung von drei Produktionssektoren wird berücksichtigt, dass Kreditrationierung als Rationierung von Bankkrediten aufzufassen ist, wovon vermutlich nur der wettbewerbliche Sektor der Kleinunternehmen betroffen sein dürfte. Großunternehmen könnten bei einer Verknappung von Bankkrediten, so wird behauptet, entweder auf andere Finanzierungsquellen wie den Wertpapiermarkt zurückgreifen oder die Preise der von ihnen erzeugten Güter erhöhen. Bei Zugrundelegung der vom Autor entwickelten Modellierungstechnik bietet sich vor allem die Berücksichtigung der Preispolitik der Großunternehmen an.
Die Zentralbank beeinflusst die reale Aktivität im vom Autor konstruierten Makromodell über die Aktivseite der konsolidierten Bilanz des Finanzierungssektors. Sorgt die Zentralbank für eine Reduktion des Kreditangebots, so sinkt in sämtlichen Produktionssektoren das Nominaleinkommen. Der Sektor der Großunternehmen reagiert mit einer Senkung des Preisniveaus der von ihm erzeugten Güter, wenn die Geschäftsbanken ausschließlich die Kreditvergabe an den Sektor der Kleinunternehmen einschränken. Eine derartige Reduktion des Preisniveaus dämpft den Rückgang der realen Produktion im Sektor der Großunternehmen, so dass „selektive Wirkungen“ auftreten. Der Bezug zur Wirtschaftspolitik der Thatcher-Regierung wird hervorgehoben.

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