: Ein planungsorientiertes Betriebssystemmodell

Ein planungsorientiertes Betriebssystemmodell

Forschungsergebnisse zur Informatik, Band 2

Hamburg , 251 Seiten

ISBN 978-3-925630-51-4 (Print)

Zum Inhalt

Der kostenintensivste Teil bei früher eingesetzten Computern war die jeweils benötigte Rechenzeit. Daher wurde bei der Entwicklung von Programmsystemen jeder Art auf alles verzichtet, was nur den Rechenzeitbedarf erhöhte und nicht zur gewünschten Funktionalität beitrug. Dieser Vorgabe fiel natürlich zuerst der Bedienungskomfort zum Opfer. Darüber hinaus wurde bei der Weiterentwicklung der Hard- und Software oft auf die Integration neuer Möglichkeiten verzichtet, um Aufwärtskompatibilität zu gewährleisten.

Im letzten Jahrzehnt wurden allerdings in der Computertechnologie große Fortschritte erzielt. Parallel wurden mehrere Entwicklungen ausgelöst, u.a.:

Die Kostenfaktoren zum Betrieb eines Rechners haben sich umgekehrt. Nicht mehr der Rechner, sondern die Löhne seiner Benutzer sind der aufwendigste Faktor der Betriebskosten. – Der Engpaß bei der effizienten Computernutzung ist nicht mehr die Rechengeschwindigkeit der Maschine, sondern die Denkgeschwindigkeit des Benutzers.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, mehr Wert auf die Kommunikation zwischen der Maschine und dem Benutzer zu legen, um einerseits den Informationsaustausch zu beschleunigen und andererseits die Kommunikation auch für EDV-Laien verständlich zu gestalten.

Die Entwicklung neuer Betriebssysteme ist jedoch äußerst kostspielig und stellt ein hohes Risiko dar. Daher beschränkt man sich dort meistens auf die Weiterentwicklung bestehender Systeme. Um Firmen und Personen, die bereits Software in großem Maße nutzen, nicht von vornherein als Käufer auszuschließen, wird dabei besonderer Wert auf die eingangs erwähnte Aufwärtskompatibilität gelegt. Daher sind gerade die Benutzerschnittstellen von Betriebssystemen, die durch eben die Kommandosprache gebildet werden, besonders benutzerunfreundlich.

Ausgangspunkt der Überlegungen, die zu diesem Buch führten, war daher das Ziel, eine allgemeine, möglichst benutzerfreundliche Schnittstelle für Betriebssysteme zu entwerfen.

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