: Möglichkeiten und Grenzen subjektiver Belastungssteuerung im gesundheitsorientierten Ausdauersport

Möglichkeiten und Grenzen subjektiver Belastungssteuerung im gesundheitsorientierten Ausdauersport

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 16

Hamburg 1999, 231 Seiten
ISBN 978-3-86064-962-6 (Print)

Belastungssteuerung im Sport, Bindung, CONCONI-Tests, drop out, gesundheitsorientierter Ausdauersport, Pädagogik, Salutogenesemodell, subjektives Belastungsempfinden, Trainingssteuerung

Zum Inhalt

Aller Anfang ist schwer! Wer im Erwachsenenalter mit gesundheitsorientiertem Ausdauersport beginnen möchte, scheitert oft an der Belastungsintensität. Sportliche Wiedereinsteiger oder Neueinsteiger neigen dazu, die objektive Belastung subjektiv falsch einzuschätzen. Die Folge ist eine zu hohe objektive Belastung.

Untersuchungen zeigen, dass eine Bedingung für Drop Out in der zu hohen Belastungsintensität liegen kann. In salutogenetischem Sinne wird sportliche Aktivität dann zum Risikofaktor statt zum Schutzfaktor. Für die Sportwissenschaften muss sich die Frage stellen, welche Möglichkeiten der Belastungssteuerung sich für den gesundheitsorientierten Ausdauersport anbieten. Aus verschiedenen Gründen würden sich subjektive Steuerungsparameter besonders gut eignen. Wie zuverlässig funktioniert aber z.B. das Konstrukt des subjektiven Belastungsempfindens? Verschiedene Studien kommen hier zu unterschiedlichen Aussagen.

In dieser Studie wurden bei 32 Probanden am Fahrradergometer jeweils drei CONCONI-Tests durchgeführt. Zusätzlich wurde das subjektive Belastungsempfinden (RPE) protokolliert, um zu erfahren, wie zuverlässig sich anhand des subjektiven Belastungsempfindens die anaerobe Schwelle abschätzen lässt. Die Untersuchungen zeigen, dass die anaerobe Schwelle von allen Probanden sehr gut abgeschätzt wird. In Bereichen, die für das Training geeignet wären, streut das subjektive Belastungsempfinden jedoch erheblich.
Aus den Ergebnissen werden Hinweise abgeleitet wie subjektive und objektive Parameter in Testverfahren kombiniert werden könnten, um einfache und somit alltagstaugliche Testverfahren für den gesundheitsorientierten Ausdauersport zu ermöglichen.



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