: Der Roman in Dänemark -in den 80ern-

Der Roman in Dänemark -in den 80ern-

Die Rettung des Vielen im Einen

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 42

Hamburg , 300 Seiten

ISBN 978-3-86064-952-7 (Print)

Zum Inhalt

Das Ziel dieser Arbeit ist ein zweifaches. Zum einen untersucht die Autorin eine repräsentative Auswahl dänischer Romane der 80er Jahre im Hinblick auf besondere Tendenzen, Neuerungen, Übereinstimmungen und Schwerpunkte. Zum anderen gibt sie damit gleichzeitig einen Überblick über die Romanlandschaft in Dänemark.

Dabei ist der Autorin bewusst, dass es zwar problematisch, aber nach wie vor nicht zu vermeiden ist, eine bestimmte Zeitfrequenz herauszugreifen. Für jede Epoche gilt, dass Widersprüchliches zur gleichen Zeit geschrieben wird, und natürlich gilt das auch für 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ebenso wie in der Lyrik hat sich in diesem Jahrzehnt eine Veränderung in der Prosa vollzogen: In den dänischen Romanen der 80er nimmt das Spiel mit den Erzähler zu. Die Metaebene spielt eine zunehmend wichtigere Rolle, die Inter- bzw. Intratextualität ist ein wichtiges Element und die poetologischen Reflexionen der Autoren verstärken sich. Genrebegriffe vermischen sich oder werden neu definiert und geschrieben, und die Sprachexperimente werden weitergeführt. Mythosschreibung wird bestimmend. Eine Neigung zur „Romanreihe“ verstärkt sich. Im Gegensatz zu Schweden findet sich kein vorherrschender Großstadtroman, sondern die Vielzahl der Romane wird gerade auf dem Lande angesiedelt. Schließlich ist eine Tendenz zum Rückgriff auf die Vergangenheit und zum historischen Roman festzustellen.

Auf diese Merkmale hin untersucht die Autorin die ausgewählten Romane. Dabei interessiert weniger das „was“ als das „wie“; vor allem liegt der Schwerpunkt auf der Vielfalt. Die mannigfachen Ausprägungen dessen, was „Roman“ in diesem Jahrzehnt in Dänemark bedeutet, werden sichtbar gemacht. Der Blickpunkt ist also nicht auf einen Einzelaspekt innerhalb des Romans gerichtet, sondern es wird aus einer Art „fugleperspektiv“ geschaut und analysiert. Dazu berücksichtigt die Verfasserin sowohl Literaturzeitschriften und Rezensionen als Hinweise auf die Rezeption der Romane zum Zeitpunkt ihres Erscheinens als auch, wenn zugänglich, Äußerungen der Autoren selbst über ihre Werke.

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