: Der springende Punkt‘ Die Funktion von Märchen und konstruierten Metaphern im therapeuetischen Prozeß

Der springende Punkt‘ Die Funktion von Märchen und konstruierten Metaphern im therapeuetischen Prozeß

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 25

Hamburg , 352 Seiten

ISBN 978-3-86064-704-2 (Print)

Zum Inhalt

Das Buch beginnt mit der Recherche von Literatur, die Märchen und Metaphern literarisch und psychologisch erschließt. Es wird die Anwendung von Märchen und konstruierten Metaphern in verschiedenen Psychotherapierichtungen (Systemische Familientherapie, Focusing, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Hypnotherapie, Psychoanalyse, Katathyme Imaginative Psychotherapie, NLP und Verhaltenstherapie) aufgezeigt. Dabei gilt die zentrale Aufmerksamkeit den Veränderungen im Therapieprozess. Wirken dabei Märchen und Metaphern entscheidend - als „springende Punkte“ - mit?

Diese Frage wird im zweiten Teil der Arbeit in einer dreiteiligen Untersuchung beantwortet. Hierbei werden Fragebögen zum Thema der Märchen- und Metaphernverwendung in psychotherapeutischen Prozessen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Weltkongresses „Evolution of Psychotherapy“ vom 27.-31.07.1994 in Hamburg vorgelegt wurden, quantitativ und qualitativ ausgewertet. Es folgen thematisch strukturierte Ausschnitte aus Interviews, die mit 20 Experten neun verschiedener Therapierichtungen geführt wurden.

Im dritten Teil der Untersuchung stellt die Autorin Beispiele aus eigener psychologisch/psychotherapeutischer Praxis vor. Anhand von vier ausgewählten Beispielen macht sie ihre Erfahrung von „springenden Punkten“ in individuellen Verläufen deutlich.

Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit um ein facettenreiches Werk, das eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellt. Das Wesentliche ist das Zusammentragen einer Fülle von Meinungen, Fakten, literarischen Zeugnissen und Forschungsergebnissen zum Thema Märchen und Metaphern in unterschiedlichen psychotherapeutischen Prozessen, in denen sich die Wende zum Besseren ereignet.

Die Autorin hat in der Arbeit ein weites Feld aufgebaut und bestellt. Fruchtbar werden kann es, wenn andere Therapeutinnen und Therapeuten, Theoretikerinnen und Theoretiker die vielfältigen Beiträge aufgreifen und als Anregung für ihr eigenes Tun nutzen. Das Mosaik dieser Studie kann zu selbstorganisationsgeleiteten Konstruktionen bei anderen Nutzern führen, die diese kreativ in ihrer Praxis umsetzen. Sie ist in ihrer Vielfalt sowohl eine Bereicherung für hilfesuchende Klientinnen und Klienten als auch für Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die nach kurz- und mittelfristig veränderungswirksamen Methoden suchen, ihr Erfahrungswissen und ihre Wahrnehmungen erweitern wollen und sich dabei vertieft auf kollektive und individuelle Phantasien (Märchen, Metaphern) einlassen.

Das Buch bietet Anreiz, Denken und Fühlen innerhalb psychotherapeutischer Prozesse auf besondere Weise zu verbinden und Ressourcen zu erschließen, die sowohl vertraut als auch fremd sind.

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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