: Die Wettkampfpause als integraler Bestandteil der Leistungsoptimierung im Sport

Die Wettkampfpause als integraler Bestandteil der Leistungsoptimierung im Sport

Eine empirische psychologische Analyse

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 10

Hamburg 1997, 247 Seiten
ISBN 978-3-86064-657-1 (Print)

Burnout, Fußball, Optimierung, Pädagogik, Pausenverhalten, Regeneration, Stressbewältigung, Trainer, Wettkampfpause

Zum Inhalt

Diese Arbeit untersucht das Verhalten von Trainern in Wettkampfpausen, leistungsbeeinflussende Faktoren und den Seminareinfluss auf Trainer. Der Pausenverhaltensfragebogen für Trainer kann Indikatoren erkennen, die optimierbares Verhalten aufdecken. Die Einführung in die angewandte Belastungs- und Erholungsforschung hebt die Bedeutung und Funktion von Pausen hervor, die anhand der Arbeitspause und der Wettkampfpause im Sport erörtert wird. Das ‘Schleusenmodell‘ von Eberspächer (1995), die Ergebnisse zum ‘Warm-up Decrement‘ und die Metapher des ‘runden Tritts beim Fahrradfahren‘ sind wichtige Komponenten des ‘Pausen-Prozessmodells‘. Diese werden im ersten Abschnitt detailliert diskutiert.

Die zentrale Bedeutung des Trainers und seines Einflusses auf Leistungsveränderungen nach der Wettkampfpause zeigen die empirischen Projekte ‘Beanspruchungsoptimierung bei Schwimmern‘, ‘Rudernationalmannschaft‘ und ‘1. Fußball-Bundesliga‘. Aussagen in den Medien, wie „Die Spieler waren mit ihren Gedanken wohl noch in der Kabine“, wenn unmittelbar nach Beginn der zweiten Halbzeit ein Tor gefallen ist, beschreiben die Bedeutung der Pause. Anhand der Torverteilung von elf Spielzeiten (1984/85 bis 1994/95) der 1. Fußball-Bundesliga wird differenziert überprüft, inwieweit unmittelbar nach der Halbzeitpause Leistungsveränderungen auftreten. Drei systematisch aufeinander aufbauende Querschnitt- und Längsschnittuntersuchungen stehen im Mittelpunkt.

Die explorativ deskriptive Voruntersuchung charakterisiert das Problemfeld ‘Stressbewältigung und Pausenverhalten von Trainern‘. Basierend auf diesen Ergebnissen und den theoretischen Komponenten vollzieht sich die Entwicklung des Pausenverhaltensfragebogens für Trainer und dessen Validierung. Die Konstruktionsschritte und die Ergebnisse zur Konstrukt- und Kriterienvalidität werden ausgeführt. Aus den Befunden der ersten beiden Untersuchungen und des ‘Pausen-Prozessmodells‘ ergibt sich der konzeptuelle Rahmen des Seminars ‘Optimierung von Pausenverhalten‘, das im angewandten Feld evaluiert wird. Trainerverhalten, insbesondere von jüngeren Trainern und von Trainern aus Individualsportarten, ist durch Schulungsmaßnahmen optimierbar.



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