: Darstellungen von Hunden auf griechischen Grabreliefs

Darstellungen von Hunden auf griechischen Grabreliefs

Von der Archaik bis in die römische Kaiserzeit

ANTIQUITATES – Archäologische Forschungsergebnisse, Band 12

Hamburg 1996, 284 Seiten
ISBN 978-3-86064-451-5 (Print)

Altertum, Antike, antike Literatur, Archäologie, griechische Grabreliefs, Hund, Hundedarstellung, Hundestelen, Melitäer, Stelen

Zum Inhalt

Ein Überblick über die Forschungsgeschichte macht deutlich, dass mit dieser Arbeit tatsächlich ein Desiderat vorliegt, denn Hundedarstellungen auf Reliefs wurden fast immer vernachlässigt. Nur sehr selten wurden bislang einzelne Hundestelen ausführlich gewürdigt, niemals aber größere Reliefgruppen oder gar alle Hundestelen umfassend vorgelegt. Insofern ist die Beschränkung der Untersuchung auf die Reliefs sinnvoll, zumal alle Epochen und alle Regionen des griechischen Raumes berücksichtigt werden. Alle Grabreliefs werden in chronologischer Reihenfolge besprochen, wobei die Art und das Bewegungsmotiv der abgebildeten Hunde dem Ordnungssystem zugrundegelegt wurden. Der Hund steht also im Mittelpunkt der Betrachtung, nicht der ihn begleitende Mensch, wie man es sonst gewohnt ist. Das Ganze wird erweitert durch das Kapitel Der Hund in der antiken Literatur, in dem Ausführungen antiker Autoren zum Thema Hund zusammengestellt und ausgewertet werden.

Ziel der Untersuchung ist es, die Veränderungen der Hundedarstellung im Verlauf von neun Jahrhunderten aufzudecken, die anatomisch korrekte Wiedergabe des Tieres in jedem Fall zu überprüfen und die Bedeutung bzw. den Bedeutungswandel der Hundedarstellungen auf den Grabreliefs zu klären. An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass mit dieser Arbeit erstmals kleine, spitzartige Melitäer mit allen seinen Abarten und Bewegungsmotiven vorgestellt und seine besondere Bedeutung im bürgerlichen Leben seit dem Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. hervorgehoben wird.

Die Arbeit bietet eine vollständige Vorlage des umfangreichen Materials auf 31 Tafeln und 101 Abbildungen der typischen, untypischen und am wenigsten bekannten Grabreliefs mit Hundedarstellungen. Hier werden die vorkommenden Hunderassen, ihre Motivik und die Ergebnisse zur Bedeutung des Hundes exakt beschrieben. Die Autorin geht auch auf den Dialog zwischen Mensch und Hund ein. Komplettiert wird diese Dissertation von einem angenehm übersichtlichen Katalogteil, der 348 Nummern beinhaltet. Alle gesammelten und besprochenen Reliefs werden dort aufgezählt, wobei zu jeder Nummer - soweit bekannt - Fundort, Aufbewahrungsort, Material, Maße und Literatur angegeben werden. Um eine unnötige „Aufschwemmung“ zu vermeiden, wurde auf die Vollständigkeit der Literaturangaben verzichtet; nur die wichtigsten Arbeiten werden jeweils mitgeteilt und der bibliographische Ort, wo weitere Literatur verzeichnet ist.



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