: Argentinismen-Wörterbuch

Argentinismen-Wörterbuch

Eine Analyse lexikographischer Werke zu einer nationalen Variante des Spanischen

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 6

Hamburg , 182 Seiten

ISBN 978-3-86064-232-0 (Print)

Zum Inhalt

Diese Arbeit hat die Analyse und Bewertung der bis zum Jahr 1993 erschienenen Wörterbücher zum Thema, die der Beschreibung des Spanischen in Argentinien gewidmet sind. Drei große Werke bestimmen die Geschichte der argentinischen Lexikographie: das 1910 erschienene Diccionario argentino von Tobías Garzón, das ein Jahr später veröffentlichte Diccionario de argentinismos. Barbarismos y neologismos von Lisandro Segovia und das Diccionario de argentinismos de ayer y de hoy von Diego Abad de Santillón, dessen Publikation 1976 erfolgte.

Diese Werke setzen die Tradition der sogenannten „diccionarios provinciales“ fort, die in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern im Laufe des 19. Jahrhunderts auftraten. Sie haben einerseits das Ziel, den besonderen Gebrauch des peninsularen Spanisch im Gegensatz zum Spanischen Amerikas widerzuspiegeln, andererseits vor Fehlern beim Gebrauch zu warnen. Diese Tendenz bleibt auch in den nationalen Wörterbüchern des 20. Jahrhunderts bestehen, obwohl der normative Aspekt den starken Einfluss verliert, den er noch bei den Vorgängern aus dem 19. Jahrhundert hatte.

Das Erscheinen der beiden ersten Argentinismen-Wörterbücher wird in Argentinien durch die Diskussion um die Existenz einer Nationalsprache (idioma nacional) vorbereitet, die 1910 in der Veröffentlichung des Buches El idioma nacional de los argentinos von Luciano Abeille gipfelt. Die Herausgabe dieser Werke im Rahmen der Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Mai-Revolution von 1810 manifestiert das Bestehen eines linguistischen Bewusstseins in einer Sprache, die, obwohl spanisch, sich langsam von ihrem peninsularen Modell emanzipiert. Das dritte der argentinischen Wörterbücher von 1976 ist nicht, wie man glauben sollte, ein originales Werk, sondern ein Extrakt der Gran Enciclopedia Argentina - ebenfalls ein Werk von Abad de Santillón -, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ausgearbeitet wurde.

Das Ziel der Arbeit ist also nicht eine Bewertung der in den Wörterbüchern enthaltenen Information, sondern vielmehr deren formale und inhaltliche Darbietung. Die hier ausgeführte Analyse besteht vor allem in einer Untersuchung der Strukturen des lexikographischen Texts im Sinn der modernen lexikographischen Theorie. Dabei werden die Untersuchungen durch statistische Analysen unterstützt. Während die Arbeit einerseits eine Erweiterung des Studiums der argentinischen Lexikographie darstellt, so reichen die Ergebnisse andererseits auch in das Feld aktueller Problemstellungen von Kontrastiv- und Differenzialwörterbüchern in der spanischen Lexikographie hinein.

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