Forschungsarbeit: Von der Auseinandersetzung mit den TäterInnen des Holocaust zum humanistischen Dialog

Von der Auseinandersetzung mit den TäterInnen des Holocaust zum humanistischen Dialog

Das Holocaust History Museum Yad Vashem in Israel, das U.S. Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. und das Jüdische Museum Berlin

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 172

Hamburg 2015, 270 Seiten
ISBN 978-3-8300-8369-6 (Print & eBook)

Demokratie lernen, Entscheidungsfindung, Erinnerungskulturen, Gedenkstättenpädagogik, Handlungsspielräume, Holocaust, Holocaust Erziehung, Israel, Jüdisches Museum Berlin, Menschenrechtsbildung, Nationalsozialismus, Täter, Täterinnen, TäterInnenforschung, U.S. Holocaust Memorial Museum, Vermittlungsintention, Yad Vashem

Zum Inhalt

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Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg zogen weltweit ein Nachdenken über Gewalt, Menschenrechte, Fragen nach Rechtsstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit nach sich. Das Buch beschäftigt sich mit Verhaltensweisen, die im Dritten Reich jenseits des Demokratie-Lernens und der Menschenrechtsbildung anzutreffen waren.

„Warum konnte der Holocaust passieren, wie und in welchem Ausmaß setzen sich die Gedenkstätten Yad Vashem in Jerusalem, United States Holocaust Memorial Museum in Washington und das Jüdische Museum Berlin mit den arbeitsteiligen KollektivtäterInnen auseinander und welche Vermittlungsaussagen werden dabei verfolgt? Das Buch bietet eine multiperspektivische Analyse des Geschehens, die durch historische Faktenbildung ihre Untermauerung findet.

In der Widerspiegelung israelischer, amerikanischer und deutscher Erinnerungskulturen stellt die Beschäftigung mit den TäterInnen des Holocaust unterschiedliche Ansprüche, nicht nur an die gegenwärtige jeweilige Gesellschaft, sondern auch an die LeserInnen.

Anhand der Gegenüberstellung der pädagogischen Konzepte, eines Leitfadeninterviews mit den LeiterInnen des USHMM und des Jüdischen Museums Berlin, ihren Ausstellungsprotokollen und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der Leiterin des Desk für die deutschsprachigen Länder an der International School of Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem konnten fünf zentrale Kategorien erfasst werden, die die Beschäftigung mit den TäterInnen des Holocaust an den beforschten Museen abbilden.

Erst die Erkenntnis diese Auseinandersetzung als stete Verpflichtung in den eigenen pädagogischen Alltag zu integrieren schützt Minderheiten vor Ausgrenzung und symbolischer Entwertung.



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