Doktorarbeit: Subjektives Wohlbefinden in der Familie

Subjektives Wohlbefinden in der Familie

Zur intergenerationalen Transmission von Glücksgefühl und Lebenszufriedenheit

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 139

Hamburg 2015, 208 Seiten
ISBN 978-3-8300-8136-4 (Print & eBook)

Bourdieu, Eltern, Entwicklung, Familie, Habitus, Kinder, Lebenszufriedenheit, Sozialisation, Sozialwissenschaft, Subjektives Wohlbefinden, Transmission

Zum Inhalt

Das subjektive Wohlbefinden hat in den letzten Jahrzehnten nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Politik zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die große wissenschaftliche und öffentliche Aufmerksamkeit weisen darauf hin, dass es sich beim subjektiven Wohlbefinden inzwischen sogar um ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Politiken handelt. Während es zahlreiche Untersuchungen zu den Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gibt, ist der Zusammenhang von Eltern und Kindern in diesem Bereich weitgehend unbekannt. Der Autor des Buches setzt sich deshalb mit der Frage auseinander, ob sich das subjektive Wohlbefinden von Eltern auf ihre Kinder überträgt. Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund, die in der bisherigen Forschung selten bearbeitet werden. Zum einen werden das subjektive Wohlbefinden und seine intergenerationale Übertragbarkeit theoretisch fundiert. Grundlage dafür sind die Konzepte von Pierre Bourdieu zum sozialen Raum, zum Habitus, zur Praxis und zum Kapitalbegriff. Für einen theoretischen Gesamtrahmen werden diese Konzepte ergänzt, wo es nötig ist und auf den Begriff des subjektiven Wohlbefindens im intergenerationalen Verhältnis angewandt. Der zweite Schwerpunkt des Buches ist die empirische Prüfung des theoretischen Konzeptes am Beispiel Deutschlands mit Hilfe der Daten des Sozio-ökonomischen Panels. Die Besonderheit dieser Daten liegt in der Möglichkeit, kausale Einflüsse im Zeitverlauf zu untersuchen und damit über den Großteil der empirischen Studien im Bereich des subjektiven Wohlbefindens hinauszugehen. Die Ergebnisse legen einerseits die Brauchbarkeit der theoretischen Fundierung nahe. Zum anderen kann gezeigt werden, dass sich moderate Einflüsse in der Momentaufnahme im Rahmen einer Verlaufsperspektive deutlich verstärken. Subjektives Wohlbefinden als Teil des menschlichen Habitus wird dabei stärker von der Mutter auf die Kinder übertragen als vom Vater.



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