Dissertation: Im Feld des Heavy Metal

Im Feld des Heavy Metal

Vier deutsche Bands

Studien zur Musikwissenschaft, Band 29

Hamburg 2014, 450 Seiten
ISBN 978-3-8300-7691-9 (Print), ISBN 978-3-339-07691-5 (eBook)

Böhse Onkelz, Distinktion, Eisregen, Heavy Metal, Helloween, Kreator, Kulturelle Produktion, Kulturwissenschaft, Musikgeschichte, Musiksoziologie, Musikwissenschaft, Pierre Bourdieu, Soziale Felder

Zum Inhalt

Die Musikkultur Heavy Metal ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Selbstverständlich wird jedes Jahr in der etablierten Presse über die großen Festivals berichtet, werden neue Alben rezensiert und Bands besprochen. In den Spartenkanälen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens werden die Festivals übertragen, Bandgrößen zum Interview gebeten. Selbst im Kinderfernsehen stellen sich Heavy-Metal-Bands vor und wird Heavy-Metal-Musik als Eingangsmusik von Trickfilmen gespielt. Und auch die Kulturwissenschaften gehen am kulturellen Phänomen Heavy Metal lang schon nicht mehr vorbei. Dabei war doch Heavy Metal einst das kulturelle Schreckgespenst, das Schmuddelkind, mit dem keiner spielen wollte.

Die Veränderung in der Wahrnehmung hat viel mit Zeit zu tun. Gemessen an der Schnelllebigkeit anderer Popkulturen ist Heavy Metal alt. Seit über 40 Jahren, seit Black Sabbath, Led Zeppelin, Deep Purple, Motörhead, AC/DC, Iron Maiden und viele andere den Anfang gemacht haben, erfreut sich die Heavy-Metal-Kultur einer ungebrochenen Vitalität und Vielfalt. Und die Größen des Anfangs sind nach wie vor sehr erfolgreich im Geschäft. Heavy Metal ist keine Jugendkultur mehr, sie verbindet Generationen.

Heavy Metal lebt aber vom Extremen, vom Überbordenden, von der Provokation. So gesehen ist die breite gesellschaftliche Anerkennung ein ernstes Problem für die selbstempfundene Wahrhaftigkeit des Heavy Metal. Taktiken sind notwendig, die dazu dienen, Heavy Metal als nicht allzu kommerziell, als wahrhaftig und nicht zum Mainstream gehörend darzustellen.

Heavy Metal ist ein soziales Feld kultureller Produktion. Viele Menschen gehören zu diesem Feld. Sebastian Rachau betritt in seiner Studie das Feld und macht es von außen wie innen sichtbar. Überraschende Einsichten in das musikalische, soziale und wirtschaftliche Zusammenspiel und die Geschichte werden ermöglicht. Sebastian Rachau stellt unter Beweis, dass es kein Widerspruch ist, sich Heavy Metal als Fan und Wissenschaftler zugleich zu nähern.



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