Doktorarbeit: Der optimistische Bewertungsstil als gesunderhaltender Faktor

Der optimistische Bewertungsstil als gesunderhaltender Faktor

Eine empirische Studie unter beruflich Pflegenden in Einrichtungen der neurologischen Rehabilitation

Schriften zur Pflegewissenschaft, Band 8

Hamburg 2013, 428 Seiten
ISBN 978-3-8300-7381-9 (Print), ISBN 978-3-339-07381-5 (eBook)

Attributionstheorien, Ganzheitliche Pflege, Gesunderhaltende Faktoren, Gesundheit, Individualpsychologie, Neurologische Pflege, Optimistischer Bewertungsstil, Pflegekräfte, Pflegeverständnis, Rehabilitation, Resilienz, Salutogenese

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Das Werk hat drei Schwerpunkte. Zum einen setzt es sich mit dem Begriff der Rehabilitation auseinander und betrachtet die besonderen Anforderungen, die das Berufsfeld der neurologischen, rehabilitativen Pflege an dort tätige Pflegekräfte stellt. Dabei werden die Spezifika der rehabilitativen Pflege und das Spannungsfeld der neurologischen Rehabilitation dargestellt. Außerdem wird der Begriff der ganzheitlichen Pflege vor dem besonderen Rollenselbstverständnis und dem Anspruch der Patientenorientierung der neurologischen Fachpflegenden kritisch diskutiert. Die Autorin stellt fest, dass sich die in der Rehabilitation tätigen Pflegenden ihrer besonderen Rolle in der Rehabilitation nicht bewusst sind und erläutert die Bedeutung und den Nutzen eines erweiterten Pflegeverständnis im Sinne einer therapeutisch-rehabilitativ ausgerichteten Pflege.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach Faktoren, die Menschen gesund erhalten.

Dazu wird der derzeitige Stand der Forschung zum Gesundheitsbegriff und zu gesund erhaltenden Faktoren zusammengefasst, wobei besonderes Augenmerk auf Attributionstheorien und das Konstrukt des optimistischen Bewertungsstils gelegt wird.

Die Autorin stellt die Facettenhaftigkeit des Gesundheitsbegriffes dar und betrachtet sowohl die körperlichen, geistigen, sozialen und gesellschaftlichen Komponenten der Gesundheit, als auch die persönliche Bewertung und das besondere Gesundheitserleben von Frauen. Eingebettet werden die Überlegungen in die theoretischen Ansätze zur Gesundheitsforschung, die Salutogenese und die Resilienzforschung, die in den Kontext des Pflegeberufes gebracht werden. Abschließend werden die besonderen Belastungen der Berufsgruppe der Pflegekräfte in der neurologischen Rehabilitation vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik dargestellt. In der anschließenden empirischen Studie geht die Autorin der Frage nach, ob die Gesundheit Pflegender durch internale Faktoren, insbesondere durch eine optimistische, lebensbejahende Grundeinstellung, positiv beeinflussbar ist.

Im dritten Teil wird diskutiert, ob und wie der Bewertungsstil eines Menschen in Richtung positiver Attributionen und Optimismus verändert werden kann und welche Rolle in diesem Zusammenhang die berufsschulische bzw. universitäre Ausbildung spielt. Schwerpunkt der Ausführungen ist der individualpsychologische Ansatz von Alfred Adler, wobei den Begriffen Selbstwert und Gemeinschaftssinn eine besondere Bedeutung zugesprochen wird.



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