Doktorarbeit: Learning Outcomes – Paradigmenwechsel in der Hochschullehre

Learning Outcomes – Paradigmenwechsel in der Hochschullehre

Bildungsmanagement, Bologna-Prozess, Citizenship, Employability, Hochschulbildung, Hochschuldidaktik, Hochschullehre, Kompetenzen, Learning Outcomes, Lernergebnisse, Pädagogik, Schlüsselkompetenzen, Studienreform, Studierendenzentrierung

Zum Inhalt

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Weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung vollzieht sich in den letzten Jahren an Hochschulen ein weiterer, tief greifender Paradigmenwechsel, der sich in die gängige Formel „Shift from Teaching to Learning“ fassen lässt. In diesem Zusammenhang erfahren auch der Begriff der Learning Outcomes und die damit verbundene Outcome­orientierung von Studium und Lehre eine zunehmend wachsende Bedeutung. An diese bildungspolitischen Postulate gebunden ist die Erwartung, Lernprozesse stärker am Lernen als – wie seit Jahrhunderten tradiert – an der Lehre auszurichten. Der Anspruch, bei der Gestaltung von Lernprozessen die Lernenden selbst, ihre vorhandenen und zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Lernleistungen und Lernergebnisse in den Blick zu nehmen, stellt Hochschulen heute, auch angesichts begrenzter Ressourcen, vor größere Herausforderungen. Die geforderte Neuausrichtung von Studium und Lehre bleibt bisweilen diffus und für die beteiligten Akteure wenig greifbar. Neuere Ansätze der Hochschuldidaktik versuchen dieser Problematik entgegenzuwirken, indem sie lernerzentrierte Ansätze des Lehrens und Lernens verstärkt in die Diskussion einbringen. Die Autorin geht dem Phänomen der Outcomeorientierung nach, indem sie zunächst den hochschulpolitischen Bezugsrahmen entfaltet, um sich sodann der hochschuldidaktischen Diskussion in Hinblick auf die Themenstellung zu widmen. Vor dem Hintergrund beider disziplinärer Ansätze analysiert sie systematisch die Neuausrichtung der Hochschullehre auf Learning Outcomes. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, welche Chancen und Herausforderungen mit der Outcomeorientierung einerseits einhergehen, und welche Grenzen ein solcher lernerzentrierter Ansatz in der Hochschullehre andererseits aufweist. Der empirische Teil der Studie ist explorativ angelegt und ergründet über diverse Experteninterviews – als ergänzende Perspektive zum theoretischen Zugang – Anspruch und Realität einer outcomeorientierten Hochschulbildung.

Durch die multiperspektische Untersuchung ist es gelungen, erstmalig die Diskussion zur Outcomeorientierung systematisch aufzuzeigen. Das Werk leistet damit einen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Weiter­bildungsforschung sowie zur Weiterentwicklung hochschul­didaktischer Konzeptionen.

Zur Autorin

Susanne Jaudzims ist promovierte Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am HIS-Institut für Hochschulforschung in Hannover.

Link der Autorin

XING-Profil Dr. Susanne Jaudzims

    

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