Dissertation: Kontinuität und Transformation – Die Führungsgrundsätze des Majors i.G. und des Generaldirektors Dr. Egon Overbeck (1918 – 1996)

Kontinuität und Transformation –
Die Führungsgrundsätze des Majors i.G. und des Generaldirektors Dr. Egon Overbeck (1918 – 1996)

Schriften zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Band 22

Hamburg 2013, 356 Seiten
ISBN 978-3-8300-6805-1 (Print & eBook)

Biografie, BRD, Diversifizierung, Egon Overbeck, Führung in Armee und Wirtschaft, Geschichtswissenschaft, Mannesmann, Montanindustrie, Organisation, Strategie, Taktik, Unternehmensgeschichte, Unternehmer

Zum Inhalt

Diese Darstellung befasst sich mit dem Lebensweg und dem beruflichen Werdegang von Dr. Egon Overbeck, der die Düsseldorfer Mannesmann AG von 1962 bis 1983 geleitet hat. Overbeck gehörte innerhalb der bundesdeutschen Unternehmerschaft einer noch nicht näher bestimmten Gruppe von Generaldirektoren oder Vorstandsvorsitzenden an, die einen Teil ihrer beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen auch aus ihrer einstigen Militärzeit genommen haben. Diese waren für sie in einem gewissen Umfang für ihre Position als Unternehmensleiter im Rahmen ihrer konkreten Führungstätigkeit von Vorteil, weil es Ähnlichkeiten im Hinblick auf die Führung und die Organisation militärischer und ökonomischer Systeme gibt. Diese Gemeinsamkeiten anhand von Overbecks beruflichem Werdegang herauszuarbeiten, bildet ein zentrales Erkenntnisinteresse der biografischen Untersuchung.

Zu Beginn geht es um die Jugendjahre Overbecks und die wesentlichen sozialisationsprägenden Einflüsse, die es bis zu seinem Eintritt in die Deutsche Wehrmacht als Offiziersanwärter 1936 gegeben hat. Im folgenden Abschnitt wird sein beruflicher Werdegang bei der deutschen Armee von 1937 bis 1945 ausführlicher dargestellt. Hierbei stehen vor allem seine subjektiven Erfahrungen beim Militär und seine Ausbildung zum Berufsoffizier, die ihn letztendlich in die Position eines Generalstabsoffiziers beförderte, im Mittelpunkt des Interesses. Der nächste Teil beschäftigt sich insbesondere mit Overbecks kaufmännischen und ökonomischen Erfahrungswerten in Hinsicht seines neuen beruflichen Ausbildungs- und Werdeganges von 1945 bis 1961. Es stellt sich bereits hier die Frage, ob und inwieweit Overbecks militärische Qualifikationen zu diesem Zeitpunkt in der bundesdeutschen Wirtschaft anerkannt wurden und ob es vielleicht sogar einen Erfahrungsaustausch zwischen beiden Bereichen gegeben hat. Der sich hieran anschließende Abschnitt beschäftigt sich mit dem weiteren beruflichen Werdegang Overbecks im Rahmen seiner neuen Aufgabe als Generaldirektor und Vorstandvorsitzender der Mannesmann AG. Sowohl sein kurzfristiges unternehmerisches Handeln im Blick auf besondere Veränderungen in der gegebenen sozio-ökonomischen Umwelt als auch seine langfristigen Pläne und deren Umsetzung zur Anpassung der Struktur, der Aufbauorganisation, des Führungsstiles sowie der Produktpalette des Konzers an die gesamtökonomischen Entwicklungsprozesse stehen hierbei im Vordergrund des Erkenntnisinteresses. Hierbei wurde der besonderen Frage nachgegangen, ob und inwieweit Overbecks militärischen Erfahrungen ihm bei seiner Tätigkeit als Unternehmensleiter konkret von Nutzen waren und wo es Ähnlichkeiten zwischen der Führung in Militär und Wirtschaft gibt.



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