Doktorarbeit: Berufspädagogische Untersuchung zur Hartz IV-Arbeitsmarktförderung

Berufspädagogische Untersuchung zur Hartz IV-Arbeitsmarktförderung

Berufsabschlussorientierte Qualifizierungs- und Integrationsinstrumente für erwerbsfähige Hilfebedürftige ohne Berufsabschluss

Studien zur Berufspädagogik, Band 38

Hamburg 2011, 368 Seiten
ISBN 978-3-8300-5755-0 (Print & eBook)

Alleinerziehende, Berufsabschluss, Berufsprinzip, Bildungsketten, Folgen Langzeitarbeitslosigkeit, Hartz IV, J.O.B.-C.A.M.P., Migrationshintergrund, Nachqualifizierung, Pädagogik, Qualifizierungsbausteine

Zum Inhalt

Das Buch bewegt sich im Themenkreis der aktiven Hartz IV-Arbeitsmarktförderung. Ein Beruf gilt noch immer als „Führerschein für das Erwerbsleben“. Die Hälfte der Hartz IV-Arbeitslosen verfügt jedoch nicht über einen Abschluss (in westdeutschen Großstädten sogar Zweidrittel). Die rechtlichen Möglichkeiten des nachträglichen Erwerbs sind sehr beschränkt. Die Studie leistet für die Gruppe der formal nicht qualifizierten Hartz IV-Kunden im Alter von 25-35 Jahren einen Beitrag, die (im Kontext von SGB II und III) bestehende Lücke bei den Qualifizierungsinstrumenten zu schließen. Der in dieser Arbeit vorgelegte Ansatz stellt ein innovatives und Potenzial erschließendes Angebot für die genannte Zielgruppe dar, das die bestehenden Regelinstrumente erweitert und flankiert.

Es werden fünf Varianten zielgruppenspezifischer und zu einem beruflichen Abschluss führende Angebote entwickelt. Die Ebene des Kompetenzerwerbs basiert auf Qualifizierungs- (§ 69 BBiG) sowie Ausbildungsbausteinen (BiBB: „Jobstarter connect“), die beide bislang im Jugendbereich angesiedelt sind und als variable Instrumente der Erwachsenenbildung (25-35 Jahre) funktionalisiert werden. Die Instrumente sind individualisiert (Ausrichtung an den persönlichen Kompetenzen und in der Regel entstandardisierten Lebensläufen) und bieten den heterogenen Zielgruppen ein differenziertes Angebot. Ein Fokus liegt darauf, den Kompetenzerwerb je nach individueller Eignung möglichst nah am ersten Arbeitsmarkt durchzuführen. Die Schaffung abschlussorientierter Bildungsketten und eine möglichst große Nähe zum ersten Arbeitsmarkt sollen der beschriebenen Problemgruppe einen Übergang in Beschäftigung erleichtern sowie den demografisch zu erwartenden Fachkräftemangel abfedern.



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