Doktorarbeit: Subjektive Theorien von AusbilderInnen und TeilnehmerInnen in beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen

Subjektive Theorien von AusbilderInnen und TeilnehmerInnen in beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen

Ein Ansatz zur Verbesserung der Maßnahmen für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf

Studien zur Berufspädagogik, Band 34

Hamburg 2009, 602 Seiten
ISBN 978-3-8300-4768-1 (Print & eBook)

AusbilderInnen, Beruf, Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, Berufspädagogik, Eingliederungsmaßnahmen, Familie, Förderbedarf, Förderung, Gesellschaft, Jugendliche, Normen und Werte, Pädagogik, Qualitative Sozialforschung, Randgruppe, Schule, Sozialisationstheorien, Subjektive Theorien

Zum Inhalt

Die Autorin verfolgt das Vorhaben, exemplarisch im Rahmen eines konkreten Projektes die Subjektiven Theorien von Teilnehmer/innen und Ausbilder/innen in beruflichen Eingliederungsmaßnahmen von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zu eruieren und zu vergleichen. Dazu ist jedoch zunächst im theoretischen Vorfeld zu klären, wie sich Subjektive Theorien im Kontext von Sozialisations- und systemischen Umweltkonditionen herausbilden, um diese besser verstehen und erfragen zu können. Des weiteren werden im Theorierahmen die Bereiche „Schule, Ausbildung und Beruf“, „Normen und Werte“ sowie „Gesellschaft unter dem besonderen Aspekt der Randständigkeit“ behandelt. Diese Sektoren reichen von dem Einzelindividuum bis hin zur Gesamtgesellschaft und bilden die Grundlage für ein Leitfadeninterview von zwanzig Teilnehmer /Innen und fünf Ausbilder/innen in der berufsvorbereitenden Maßnahme „(Weiter-) Entwicklung von Qualifikationsbausteinen in Orientierung an anerkannten Ausbildungsordnungen und neuen Beschäftigungsfeldern von Benachteiligten“.

Über die eigenen Subjektiven Theorien hinaus werden die Ausbilder/innen über ihre Annahmen zu den Subjektiven Theorien der Teilnehmer/innen befragt . Das geschieht, weil vermutet werden kann, dass sich die Ausbilder/innen bemühen, in ihren Handlungsweisen auf angenommene subjektive Gegebenheiten der Jugendlichen einzugehen. Umgekehrt werden auch die Teilnehmer/innen über die vermuteten Subjektiven Theorien der Ausbilder/innen befragt, weil die diesen Personen zugeschriebenen Handlungsmotive, Personen- und Situationseinschätzungen wichtige Faktoren zum Beispiel für die atmosphärische Wahrnehmung der Qualifizierungsmaßnahmen sind. Die Auswertung des Datenmaterials erfolgt mit Hilfe der inhaltsanalytischen Methode.

Aus den Resultaten dieser Befragungen und Vergleiche werden Folgerungen für eine Verbesserung der Berufsvorbereitung hergeleitet. Diese erscheint neben der Vermeidung von Frustrationen bei den Beteiligten auch angesichts des großen Finanz- und Humankapitals notwendig zu sein, das in berufsvorbereitende Maßnahmen investiert wird.



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