Doktorarbeit: Die Konjunktur- und Krisentheorien der Österreichischen Nationalökonomie und der jüngeren Historischen Schule

Die Konjunktur- und Krisentheorien der Österreichischen Nationalökonomie und der jüngeren Historischen Schule

Vor dem Hintergrund der deutschen Wirtschaftslage zwischen 1918 und 1933

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 146

Hamburg 2009, 278 Seiten
ISBN 978-3-8300-4557-1 (Print & eBook)

Arthur Spiethoff, Dogmengeschichte, Friedrich August von Hayek, Historische Schule, Konjunkturtheorie, Krisentheorie, Ludwig von Mises, Volkswirtschaftslehre, Weltwirtschaftskrise, Werner Sombart, Wiener Schule, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftstheorie

Zum Inhalt

Das Verhältnis von Wirtschaftstheorie und realen wirtschaftlichen Problemen Deutschlands im Vorfeld und in der Folge der Weltwirtschaftskrise steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung. Was hatte die Deutsche Volkswirtschaftslehre an Rezepten und Handlungsempfehlungen zu bieten, um so gewaltigen Herausforderungen wie den exorbitanten Reparationslasten, den Problemen der Umstellung auf die Friedenswirtschaft, der Hyperinflation, der Bankenkrise etc. zu begegnen? Die theoriegeschichtliche Literatur urteilt in dieser Frage recht pauschal und diagnostiziert mehrheitlich ein „Fiasko der Nationalökonomie“. Vor dem Hintergrund der sich gerade entwickelnden weltwirtschaftlichen Krisensymptome gewinnen die hier untersuchten Fragestellungen eine erneute und besondere Aktualität.

Was den wirtschaftstheoretischen Referenzrahmen betrifft, fokussiert sich der Autor auf die im Methodenstreit aufeinandergeprallten Kontrahenten Österreichische Nationalökonomie und Deutsche Historische Schule. Unter Konzentration auf jeweils zwei repräsentative Vertreter beider Schulrichtungen – Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek für die Österreicher sowie Werner Sombart und Arthur Spiethoff für die Geschichtliche Schule – werden deren wirtschaftpolitische Positionen unter Berücksichtigung der dahinterstehenden Konjunktur- und Krisentheorien vor dem Hintergrund der realen wirtschaftlichen Probleme dieser wechselvollen Zeit analysiert.

Die Studie gliedert sich in drei große Kapitel. Das erste befasst sich mit der makroökonomische Lage im Deutschen Reich zwischen 1918 und 1933, das zweite widmet sich den Konjunktur- und Krisentheorien der genannten Ökonomen sowie den daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Positionen. Im dritten Kapitel wird mit der Auswertung von Tagungsberichten des Vereins für Sozialpolitik sowie der Konferenzen der Friedrich List-Gesellschaft der Fokus auf bedeutsame Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis gelegt, um den Blick von der primär schulenspezifischen Betrachtung auf die Frage zu lenken, inwieweit „die Zunft der Nationalökonomie“ insgesamt die drängenden Probleme dieser Zeit rezipierte und zu verwertbaren Lösungsvorschlägen gelangte.



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