Dissertation: IFRS-Bilanzierung aus der Sicht mittelständischer Personengesellschaften

IFRS-Bilanzierung aus der Sicht mittelständischer Personengesellschaften

Eine theoretische und empirische Untersuchung

Internationale Rechnungslegung, Band 12

Hamburg 2009, 422 Seiten
ISBN 978-3-8300-4522-9 (Print), ISBN 978-3-339-04522-5 (eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Bilanzierung, IFRS, IFRS for SMEs, International Financial, KMU, Mittelstand, Personengesellschaften, Rechnungslegung, Reporting Standards, SME, Verfügungsrechtstheorie

Zum Inhalt

In ihrer ursprünglichen Grundkonzeption zielen die International Financial Reporting Standards (IFRS) primär auf größere, kapitalmarktorientierte Unternehmen als potentielle Anwendergruppe ab. Ausgelöst durch eine zunehmend globalisierte Unternehmensumwelt, der sich auch kleinere, mittelständische Unternehmen nicht mehr zu entziehen vermögen, wird seit nunmehr knapp zehn Jahren auch die Notwendigkeit bzw. Vor- und Nachteiligkeit der Bilanzierung nach IFRS durch mittelständische, meist nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen kontrovers diskutiert. Vorangetrieben wird diese Diskussion nicht zuletzt durch die Anstrengungen des International Accounting Standards Board sowie zahlreicher nationaler Standardsetter und Gesetzgeber, Rechnungslegungsnormen bereitzustellen, die den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen gerecht werden, gleichzeitig aber auch die internationale Vergleichbarkeit ihrer Abschlüsse fördern.

Die bisherige Diskussion greift jedoch teilweise insoweit zu kurz, als dass die gesellschaftsrechtlichen Strukturen mittelständischer Unternehmen im Vergleich zu kapitalmarktorientierten Unternehmen zumeist unbeachtet bleiben. An dieser Stelle setzt die Autorin an, indem sie die spezifische Problemsituation mittelständischer Personengesellschaften bei der Anwendung der IFRS analysiert. Gerade Personengesellschaften kennzeichnen sich durch das Zusammenfallen von Eigentum und Kontrolle und somit eine konzentrierte Verfügungsrechtsstruktur, weshalb die Nützlichkeit der Anwendung eines für Publikumsgesellschaften, d.h. Unternehmen mit ausgedünnten Verfügungsrechtstrukturen, entwickelten Rechnungslegungssystems angezweifelt werden kann.

Ausgehend von einer theoretischen Analyse der Tauglichkeit der IFRS für die Rechnungslegung mittelständischer Personengesellschaften ermittelt Die Autorin anhand einer großzahlig angelegten, empirischen Untersuchung, wie viele deutsche Personengesellschaften bislang von der Möglichkeit einer IFRS-Bilanzierung Gebrauch machen und welche Auswirkungen die Umstellung der Rechnungslegung mit sich gebracht hat. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass die IFRS-Bilanzierung nicht ausnahmslos für sämtliche mittelständische Unternehmen als vorteilig erachtet werden kann. Dementsprechend verwenden bislang nur ca. 21 % der (befragten) Personengesellschaften diese Normen, dabei handelt es sich in den meisten Fällen zudem um nicht eigentümergeführte Personengesellschaften.



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