Doktorarbeit: Quantitative Methoden zur Netzwerkgenese in Supply Chains

Quantitative Methoden zur Netzwerkgenese in Supply Chains

QM – Quantitative Methoden in Forschung und Praxis, Band 17

Hamburg 2009, 310 Seiten
ISBN 978-3-8300-4056-9 (Print & eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Kompetenzen, Kompetenzorientiert, Organisationsstrukturen, Partnerauswahl in virtuellen Unternehmen, Polyedrale Analyse, Q-Analyse, Repertory Grid, Soft-Facts, Soziale Kompatibilität, Supply Chains, Theorie der persönlichen Konstrukte

Zum Inhalt

Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen innerhalb von Netzwerken gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dies gilt weniger für die „Global Player“ als vielmehr für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), auf die der Autor den Fokus legt. Die Gründe für die Entstehung von Netzwerken und Kooperationen sind ebenso plausibel wie vielfältig: So verfügen KMU in den wenigsten Fällen über ein Budget, mit welchem im Alleingang umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oder der Kauf einer Produktionslinie finanziert werden kann. Oder sie besitzen Kernkompetenzen, die nur einen kleinen Teil der Wertschöpfungskette abdecken. Um dennoch die Stärken der KMU wie schnelle Reaktionsfähigkeit, hohe Flexibilität und schlanke Organisationsstrukturen zu nutzen, entscheiden Unternehmen sich häufig für eine Teilnahme an Netzwerken. Das Ziel derartiger unternehmensübergreifender Verbünde besteht in der Herstellung konkurrenzfähiger Produkte und Dienstleistungen durch kompetenzorientierte Kooperation. Mit diesem Ansatz beschäftigen sich zahlreiche Arbeiten und Studien, deren Tragfähigkeit mittlerweile sowohl in der Theorie als auch in der Praxis nachgewiesen wurde.

Dieser Ansatz, der einen kompetenzorientierten Fokus besitzt, sieht mehrere Ebenen der Vernetzung zwischen Netzwerkpartnern. Neben der rein fachlichen Kompetenz, die für das Funktionieren der Kooperation aus Gründen der Realisierbarkeit des Produktwunsches eines Kunden unabdingbar ist, legt der Autor den Fokus auf die eher „weichen“ Bereiche der Vernetzung. Hierbei wiederum spielen die beiden Begriffe soziale Kompetenz und soziale Kompatibilität eine entscheidende Rolle.

Den Schwerpunkt legt der Autor auf den Bereich der quantitativen Methoden und der Methodenentwicklung, die ein Management von Netzwerken vor allem in der Phase der Entstehung fördern kann. Basierend auf einem mathematischen Ansatz wird ein Modell vorgestellt, welches Aspekte der sozialen Kompetenz und der sozialen Kompatibilität der Netzwerkteilnehmer erfasst, quantifiziert, vergleichbar macht und zu einer Gesamtbewertung zusammenführt. Das Ergebnis steht einem Entscheidungsträger innerhalb eines Netzwerkes somit in quantitativer Form zur Verfügung. Der Ansatz stellt damit eine Bereicherung für das Management von Netzwerken und seine theoretisch-methodische Durchdringung dar.



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