Dissertation: Der Wohnungsmarkt schrumpfender ostdeutscher Mittelstädte

Der Wohnungsmarkt schrumpfender ostdeutscher Mittelstädte

Handlungsmuster der Akteure dargestellt am Beispiel der Stadt Gotha

Studien zur Stadt- und Verkehrsplanung, Band 6

Hamburg 2007, 350 Seiten
ISBN 978-3-8300-3236-6 (Print & eBook)

Gotha, Mittelstädte, Neue Bundesländer, Ostdeutschland, Politikwissenschaft, Residenzielle Mobilität, Stadtforschung, Stadtgeographie, Stadtschrumpfung, Transformationsforschung, Wohnstandortentscheidung, Wohnungsmarkt, Wohnungsmarktakteure, Wohnungsteilmärkte

Zum Inhalt

Die Wohnungsmärkte ostdeutscher Städte befinden sich seit 1990 in einer gravierenden Umbruchsituation. In der ostdeutschen Gesellschaft fanden horizontale und soziale Ausdifferenzierungsprozesse statt. Die Potenziale für Wohnstandortentscheidungen in den Wohnungsmärkten ostdeutscher Städten haben sich durch den Wechsel von der Wohnungsnot zum Überangebot grundlegend verändert. Die Wahlfreiheiten der wohnungssuchenden Haushalte haben deutlich zugenommen. Dagegen können die Wohnungsanbieter die Zugangswege zum Wohnungsmarkt durch das Überangebot an Wohnungen nicht mehr uneingeschränkt bestimmen. Auch intermediäre Wohnungsmarktakteure wie Immobilienmakler, Banken und die Stadtverwaltung unterliegen neuen Handlungsbedingungen im Wohnungsmarkt. In der bisherigen Transformationsforschung blieb dabei die Stadtgröße der Mittelstadt weitgehend unberücksichtigt, obwohl Mittelstädte in Ostdeutschland eine erhebliche quantitative Bedeutung haben.

In dieser Studie werden in einer systemischen, verschiedene Wohnungsteilmärkte mit einbeziehenden Analyse die Anpassungsprozesse der Hauptakteursgruppen in den kernstädtischen und suburbanen Wohnungsteilmärkten der thüringischen Mittelstadt Gotha vor dem Hintergrund von Wohnungsüberhängen analysiert. Dabei werden die Wohnungsmarktakteure einbezogen, welche die Wohnungsmärkte ostdeutscher Mittelstädte in ihren ökonomischen, sozialen und baulichen Strukturen im Transformationsprozess entscheidend ordnen und reglementieren. Die Untersuchung ist in die handlungs- und institutionentheoretische Forschungstradition eingebettet. Umfangreiche empirische quantitative und qualitative Primärdatenerhebungen sowie Sekundärdatenanalysen bilden die Datengrundlage. Es werden qualifizierte Aussagen über die räumlichen Nutzungsmuster, die raumwirksame Rolle, die Zugangsmöglichkeiten und die Verteilungskonflikte der Wohnungsmarktakteure in unterschiedlichen Wohnungsteilmärkten der Mittelstadt Gotha getroffen und Empfehlungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklungsplanung in ostdeutschen Mittelstädten unter Schrumpfungsbedingungen gegeben.



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