Doktorarbeit: Controlling von Zulieferbeziehungen

Controlling von Zulieferbeziehungen

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 47

Hamburg , 500 Seiten

ISBN 978-3-8300-2842-0 (Print)
ISBN 978-3-339-02842-6 (eBook)

Zum Inhalt

Durch systematische und kontinuierliche Controllingprozesse sollen
und können Beiträge zur Reduktion von Managementfehlern erbracht
werden. Derartige Fehlentscheidungen sind vor allem dann zu erwar-
ten, wenn das Unternehmen in einem Umfeld agiert, das durch hohe
Dynamik, Komplexität sowie Unsicherheit charakterisiert ist. Controlling
ist dementsprechend immer an konkreten Managementproblemen aus-
zurichten. Während für traditionelles Controlling eine primär unterneh-
mensinterne Ausrichtung typisch ist, verlangt die in praxi zu beobach-
tende Reduktion des jeweiligen Wertschöpfungsanteils von Unterneh-
men eine Anpassung der Controllingfunktion im Sinne einer stärker
externen Ausrichtung. Schließlich können ineffektive oder ineffiziente
Entscheidungen in bezug auf die Gestaltung von Geschäftsbeziehun-
gen zu Zulieferern die Prosperität eines Abnehmerunternehmens ne-
gativ beeinflussen. Die Studie ist daher der Problemstellung gewid-
met, wie durch ein Controlling von Zulieferbeziehungen das Zuliefer-
ermanagement in adäquater Weise bei der Gestaltung von Geschäfts-
beziehungen zu Zulieferern unterstützt werden kann.

Im Rahmen der Studie wird deshalb ein konzeptioneller Bezugsrahmen
für ein Controlling von Zulieferbeziehungen zur Anwendung in Abneh-
merunternehmen entwickelt und theoretisch fundiert. Den Anknüpfungs-
punkt für ein solches Konstrukt stellt der Controllingansatz von H.-U.
Küpper dar, der dem Controlling die Koordination der Führungsteilsys-
teme Planung, Kontrolle, Informationsversorgung, Personalführung und
Organisation zuweist, mit dem Ziel, der Unternehmensführung eine ziel-
gerichtete Steuerung von Ausführungshandlungen zu ermöglichen. Un-
ter Rückgriff auf verschiedene Theorieansätze wird auf dieser Basis
eine Vielzahl von führungssystemorientierten und prozessunterstütz-
enden Aufgaben eines Controllings von Zulieferbeziehungen identifi-
ziert, systematisiert sowie anhand von Beispielen konkretisiert. Eine
adäquate Wahrnehmung dieser Aufgaben unterstützt die Führung bei
der effektiven und effizienten Gestaltung von Geschäftsbeziehungen
zu Zulieferern. Zusätzlich zur Fundierung sowie zur funktionalen Ent-
wicklung des Controllings von Zulieferbeziehungen wird darüber hin-
aus beispielhaft analysiert, inwieweit betriebswirtschaftliche Instru-
mente im Sinne dieser spezifischen Controllingfunktion einsetzbar
sind und wie eine organisatorische Eingliederung dieser Funktion in
das Unternehmen erfolgen kann. Eine kritische Reflexion des entwi-
ckelten Bezugsrahmens des Controllings von Zulieferbeziehungen
sowie ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglich- und -notwendig-
keiten beschließt die Analyse.

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