Doktorarbeit: Vom Maßwerkbaldachin zur Ädikula

Vom Maßwerkbaldachin zur Ädikula

Der Stilwandel zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Süddeutschland, exemplarisch dargelegt an Rahmungen der Augsburger Epitaphskulptur

Schriften zur Kunstgeschichte, Band 14

Hamburg 2006, 226 Seiten
ISBN 978-3-8300-2566-5 (Print & eBook)

16. Jahrhundert, Augsburg, Augsburger Domkreuzgang, Epitaph, Epitaphrahmung, Epitaphskulptur, Fugger, Kunstgeschichte, Renaissance

Zum Inhalt

Seit Mitte des 14. Jh. bilden Epitaphe einen wesentlichen Bestandteil religiöser Kunstwerke und haben somit einen bestimmenden Anteil an deren Stil- und Typengeschichte. Da sich die frühe Aufnahme von Renaissanceelementen in der süddeutschen Steinskulptur vor allem an Epitaphen verfolgen lässt, bieten diese eine fundierte Grundlage für die Untersuchung der Renaissancerezeption. Die Übernahme von Renaissancemotiven kann vornehmlich in der Epitaphrahmung beobachtet werden.

Günstige Bedingungen in der Stadtgeschichte Augsburgs begründen hier eine Pionierstellung bei der Übernahme italienischer Renaissanceformen. Daher entstanden zu Beginn des 16. Jh. in Augsburg, dem damals größten Zentrum der süddeutschen Epitaphskulptur, erste innovative Neuerungen in der Epitaphgestaltung.

Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet der Augsburger Domkreuzgang. Aufgrund der zahlreich erhaltenen Grabdenkmäler und Epitaphe aus dem 15. und 16. Jh. lässt sich hier der Stilwandel an Epitaphen exemplarisch nachvollziehen. Einbezogen sind darüber hinaus die Inschrift-Epitaphe der Augsburger Humanisten, die Grabkapelle der Fugger in der Augsburger St. Anna-Kirche und Epitaphe Augsburger Künstler in anderen süddeutschen Städten.

Spezifische Stilphänomene und die Einflüsse italienischer Vorbilder werden ebenso analysiert wie das neue Verhältnis von Bildfeld und Rahmung. Ebenso sind formale Auswirkung des Stilwandels in der Epitaphgestaltung untersucht, die zu Beginn des 16. Jh. von der humanistischen Denkweise und der damit verbundenen neuen Wertung des Menschen beeinflusst sind. Daraus lässt sich auch einen Bedeutungs- und Funktionswandel des Epitaphs ableiten.



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