Dissertation: Die Bewältigung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule

Die Bewältigung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule

Zur Bedeutung kindbezogener, familienbezogener und institutionsbezogener Schutz- und Risikofaktoren im Übergangsprozess

Studien zur Schulpädagogik, Band 49

Hamburg 2005, 288 Seiten
ISBN 978-3-8300-2103-2 (Print & eBook)

Bildungserfolg, Einschulung, Elementarbereich, Grundschule, Kindergarten, Pädagogik, Primarbereich, Schulanfang, Schuleinheit, Schulerfolg, Schulpädagogik

Zum Inhalt

Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule stellt für Kinder eine wichtige Entwicklungsphase dar, die erfolgreich bewältigt werden soll. Kindern, denen der Einstieg ins Bildungssystem nicht gelingt droht die Selektion (Zurückstellung vom Schulbesuch, Wiederausschulung, Zuweisung an sonderpädagogische Schulformen), die mit weitreichenden negativen Folgen für die Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung verbunden ist.

Neuere Untersuchungsergebnisse belegen, dass annähernd die Hälfte der Kinder von unterschiedlich starken Übergangsproblemen betroffen ist. Aus pädagogischer Sicht interessieren deshalb Erkenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen Kindern die Übergangsbewältigung gut gelingt. Neuere theoretische Ansätze weisen darauf hin, dass spezifische Schutz- und Risikofaktoren mit darüber entscheiden, ob die Einstiegsphase ins Bildungssystem erfolgreich durchlaufen wird.

In der empirischen Längsschnittstudie „Die Bewältigung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule“ stand folglich die Frage im Zentrum, welche Bedeutung spezifischen kindbezogenen, familienbezogenen und institutionsbezogenen Schutz- und Risikofaktoren im Übergangsprozess zukommt. Dieser Frage wurde gemeinsam mit den am Übergang beteiligten Personengruppen (Kinder, Eltern, Erzieherinnen, Lehrkräften) nachgegangen. Die Untersuchung wurde von März 2003 bis März 2004 im natürlichen Umfeld der Kinder (in den Kindergärten und Grundschulen) durchgeführt. Besonderes Interesse galt dabei den sogenannten „Risikokindern“. Hier wurden ergänzend zur quantitativen Untersuchung kontrollierte Einzelfallstudien angefertigt, mittels derer individuelle Bewältigungsverläufe zeitlich präzisierter dokumentiert werden konnten, als dies mit der Gesamtstichprobe möglich war.

Ziel der Studie war es, den Übergang vom Elementar- zum Primarbereich im sozialen Kontext empirisch aufzuzeigen, um dann von den Ergebnissen geeignete Interventionsmaßnahmen für die Einschulungspraxis abzuleiten. Diese werden u.a. in der Dissertationsschrift vorgestellt.



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