Dissertation: Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung hoch begabter Gymnasiasten

Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung hoch begabter Gymnasiasten

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 111

Hamburg 2005, 178 Seiten
ISBN 978-3-8300-1943-5 (Print), ISBN 978-3-339-01943-1 (eBook)

Enrichment, Gymnasium, Hochbegabtenförderung, Hochbegabung, MINT, Programmevaluation, Psychologie

Zum Inhalt

Diese Dissertation ist im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung zu den nordbadischen Hector-Seminaren entstanden. Bei den Hector-Seminaren handelt es sich um ein innovatives Enrichmentprogramm zur Förderung hoch begabter Gymnasiasten im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Diese Arbeitskreise befassen sich mit anspruchsvollen Themenstellungen aus den MINT-Wissenschaftsbereichen und zielen auf die nachhaltige Förderung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen der Hectorianer und Hectorianerinnen.

Die Autorin stellt nach einem einleitenden Überblickskapitel zunächst die Literaturbasis für die eigenen Untersuchungen dar. Dabei werden – unter besonderer Berücksichtigung des MINT-Bereichs – einerseits (Hoch-)Begabungsmodelle und Förderkonzeptionen vorgestellt sowie andererseits Standards für die Evaluationsforschung theoretisch reflektiert. In Anlehnung an einschlägige Programmevaluationsmodelle wird im darauf folgenden Kapitel ein für die Hector-Seminare modifiziertes Evaluationsmodell dargestellt, welches als Basismodell für die eigenen empirischen Untersuchungen dient. Da das Buch eine erste Zwischenbilanz der Evaluation der Hector-Seminare repräsentiert, betreffen die Hauptfragestellungen die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung speziell geförderter (Hectorianer) vs. nicht geförderter gymnasialer MINT-Talente (Kontrollgruppe) sowie die Identifikation von Fördereffekten bei den Hectorianern.

Im anschließenden Methodenkapitel werden das Untersuchungsdesign sowie die zahlreichen Untersuchungsvariablen und deren Operationalisierung detailliert beschrieben. Neben individuellen Schülermerkmalen (kognitive Fähigkeiten, spezifische MINT-Kompetenzen, nicht-kognitive Persönlichkeitsmerkmale sowie Schulleistungen) stehen hierbei wichtige Sozialisationsbedingungen im schulischen und familiären Setting im Fokus.

Die wichtigsten Untersuchungsbefunde werden sodann im Ergebniskapitel ausführlich dokumentiert und graphisch veranschaulicht. Auf Grund der Förderintention der Hector-Seminare wird dabei den MINT-relevanten Kompetenzen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Im Gesamturteil ist den Hector-Seminaren ein eindeutig positiver Fördereffekt zu attestieren; bedeutsame nachteilige Nebeneffekte des Besuchs dieser Arbeitskreise sind nicht zu erkennen.

Im abschließenden Kapitel werden die Evaluationsbefunde zusammenfassend diskutiert und Implikationen für die Hochbegabtenförderung im MINT-Bereich sowie einige Forschungsdesiderate skizziert.



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