Dissertation: Dialogorientierte Struktur des Lehrens

Dialogorientierte Struktur des Lehrens

Ausgewählte Beispiele aus dem bewegungsdidaktischen Handeln

Didaktik in Forschung und Praxis, Band 23

Hamburg 2005, 404 Seiten
ISBN 978-3-8300-1863-6 (Print), ISBN 978-3-339-01863-2 (eBook)

Bewegungsdidaktik, Dialogik, Dialogorientierung, Didaktik, Hochschuldidaktik, Lehre, Lehrerbildung, Pädagogik

Zum Inhalt

Das Buch stellt ein Plädoyer für ein dialogorientiertes Vorgehen in Lehrveranstaltungen der Lehrerbildung an Universitäten und Hochschulen dar. Diese dialogorientierte Vorgehensweise ist nötig, da angehende LehrerInnen sowohl kreativ und selbstständig sein wollen und sollen, aber genauso auch gewisse Anleitungen von Seiten der DozentInnen und LehrerInnen wollen und sicherlich auch brauchen.

Deshalb werden Unterrichten und Lernen als offene, kreative Prozesse auf Gegenseitigkeit angesehen. Lernen wird als ein dialogischer, personengebundener Prozess gesehen, der von Persönlichkeiten, nämlich den Hochschullehrerinnen getragen ist. Im gegenseitigen Austausch mit StudentInnen müssen sie geeignete Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verarbeitung und zum Bestehen der Anforderungen, die die gegenwärtige Wirklichkeit verlangt, zur Verfügung stellen. Das Ziel eines dialogorientierten Unterrichts muss u.a. sein, die Ungleichheit der Kommunikationspartner zu verringern, besser noch, auf eine Ebene zu stellen.

Dialog ist eine Art, sich auszutauschen. Das Sprechen miteinander, das aufeinander Zugehen, das sich im Gespräch Einlassen auf den Dialogpartner, eine Sache oder einen Gegenstand, das könnten Dimensionen des Dialogs sein. Heutige Schüler fordern ein Sich-Einlassen der Lehrerin/ des Lehrers auf ihre individuellen Situationen, ihre Bedürfnisse. Schon an der Universität/Hochschule muss die zukünftige Lehrer Kernkompetenzen gewinnen, die ihn befähigen, im Unterricht flexibel reagieren zu können. Dort muss er schon Erfahrungen sammeln, fachspezifische Fakten verstehen lernen, sich selbst einbringen können, denn nur dann kann ein Lehrer einen Schüler erst richtig verstehen und sich auf ihn und seine Bedürfnisse einlassen. Der zukünftige Lehrer muss zu qualifizierten Rückmeldungen befähigt werden.

Durch den Dialog als hochschuldidaktische Vermittlungsgröße sollen Studenten lernen, den Spannungsbogen von der kommunikationshindernden Fremd- zur kommunikationsfördernden Selbstbestimmung zu Gunsten der Selbstbestimmung abzubauen. So könnte Dialogfähigkeit ein Studienziel der zukünftigen LehrerInnen sein: Dialogfähigkeit für das Vermitteln und Dialogfähigkeit als Teil der persönlichen Kompetenz.

Welche Phänomene eine dialogorientierte Struktur des Lehrens aufweisen, die dann hochschuldidaktisch umgesetzt werden können, ist Inhalt dieses Buches.

Die Beispiele für die dialogische Struktur des Lehrens sind dem Bereich des (sportiven) Bewegungslernens bzw. des Sich-Bewegen-Lernens entnommen.



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