Dissertation: „...guter Unterricht ist schwer zu halten.“

„...guter Unterricht ist schwer zu halten.“

Eine explorative Studie über Unterrichtsqualität unter besonderer Berücksichtigung der Schülersicht in der Sekundarstufe I

Studien zur Schulpädagogik, Band 35

Hamburg , 280 Seiten

ISBN 978-3-8300-0838-5 (Print)

Zum Inhalt

Was ist „guter Unterricht“? Zunächst weisen Ergebnisse der Qualitätsforschung vielfältige Merkmale auf, unter welchen Bedingungen optimale Lernleistungen in der Schule erzielt werden können.
Doch diese Aspekte allein ergeben noch kein vollständiges Bild von Unterrichtsqualität. Man muss auch die Adressaten über ihre Ansichten zur Qualität von Unterricht fragen. Im Mittelpunkt einer umfangreichen Studie stehen die Meinungen über „guten Unterricht“ von 13- und 14-jährigen Schülerinnen und Schülern.

Auf die Frage, was ihrer Meinung nach guter Unterricht sei, antworteten die Schülerinnen und Schüler vor allem: „Guter Unterricht soll locker sein und Spaß machen!“ Diese Aussage wirkt zunächst trivial und scheint im Gegensatz zu bisherigen Erkenntnissen aus der Lehr-Lern-Forschung zu stehen, in denen betont wird, dass für einen erfolgreichen Unterricht mehrere Merkmale erforderlich sind, die besonders durch ihr Zusammenwirken bedeutsam werden.

Als unabdingbar werden Kompetenzen des Lehrers - wie klare Strukturierung, Anregung, Diagnosekompetenz und Klassenführung - sowie Schülervoraussetzungen - wie kognitives Eingangsniveau und Leistungsbereitschaft - diskutiert. Die spezifische Sichtweise von Kindern und Jugendlichen ist das nicht. Sie muss mit Methoden der empirischen Sozialforschung rekonstruiert werden, da die Bedeutung ihrer Aussagen nicht zwangsläufig mit den Begriffen Erwachsener übereinstimmt.

In dieser Studie wurden die Vorstellungen über guten Unterricht von knapp 800 Jugendlichen aus der achten Jahrgangsstufe anhand eines Bildaufsatzes erhoben und mit einer aus quantifizierenden und qualitativen Verfahren kombinierten Methode ausgewertet.

Mit Hilfe dieser Analyse konten die oftmals pauschalen Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler rekonstruiert werden, so dass man guten Unterricht aus Schülersicht zusammenfassend als eine geordnete und entspannte Lehr-Lern-Situation beschreiben kann, in der durch verständliche, anschauliche und abwechslungsreiche Instruktion der Lehrenden die Selbsttätigkeit der Lernenden angeregt wird. Unter diesen Bedingungen sprechen die Jugendlichen davon, dass ihnen der Unterricht Freude bereitet und locker ist.

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