Doktorarbeit: Einstellungen von ostdeutschen Jugendlichen im Kontext des Gesellschaftsbereiches Sport

Einstellungen von ostdeutschen Jugendlichen im Kontext des Gesellschaftsbereiches Sport

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 25

Hamburg , 230 Seiten

ISBN 978-3-8300-0218-5 (Print)

Zum Inhalt

Auch nach der Herstellung der deutschen Einheit ist noch kaum absehbar, wann in den neuen Bundesländern das wirtschaftliche und soziale Tief überwunden sein wird. Vor dem Hintergrund einer gewissen Orientierungslosigkeit, des Verlusts tradierter Werte und Einstellungen generell sind ostdeutsche Jugendliche ganz besondere betroffen. Deshalb ist es das Anliegen der Autorin, die Identitätssuche der ostdeutschen Jugendgeneration durch eine Untersuchung ihrer Einstellungen darzustellen, gegenwärtige Meinungen zu erfassen, Probleme zu erkennen und mögliche Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Jugendgeneration der neuen Bundesländer wurde in ihren prägenden Lebensjahren mit zwei völlig unterschiedlichen und zum Teil gegensätzlichen Gesellschaftsordnungen konfrontiert. Sie erlebte ihre Kindheit und Allgemeinbildung im Sozialismus, ihren Einstieg in eine berufliche Bildung oder Erwerbstätigkeit in der Wende- und Nachwendezeit bzw. in den krisenhaften Anfangsjahren der Marktwirtschaft. Die individuelle Suche nach Orientierung und Identität während der Kindheit und Jugendzeit erfolgt also in einem Zeitraum gravierender gesellschaftlicher Umbrüche und Neuorientierungen. Identitätsentwürfe und die Form der Lebensgestaltung der ostdeutschen Jugendlichen werden in Frage gestellt. Die Jugendlichen reagieren mit gewandelten Einstellungen und sehr differenzierten Verhaltensmustern auf die gesellschaftlichen Veränderungen.

Diese Andersartigkeit der Einstellungen zu Freizeitinteressen, zur Rolle des Sports, zu Zukunftsvorstellungen und -ängsten sowie zu politischen Einstellungen zu erfassen und zu analysieren ist das Verdienst dieser Studie. Der Ost-West-Vergleich steht dabei nicht zur Debatte. Die Ergebnisse werden mit ausgewählten vorliegenden wissenschaftlichen Theorien und Untersuchungen zum Forschungsgegenstand verglichen, eine Positionierung vorgenommen und theoretische Ansätze weiter entwickelt.

Mit den Ergebnissen des Feldversuchs möchte die Autorin die Diskussion mit politischen und öffentlichen Institutionen anregen, sich der Sinn- und Orientierungskrise der Jugend zu stellen und sie für diese Thematik zu sensibilisieren.

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