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Verbünde deutscher Hochschulen zur Lehrentwicklung

Analyse der Rahmenbedingungen und Gelingensfaktoren

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LEHRE & FORSCHUNG – Hochschule im Fokus.
Interdisziplinäre Schriftenreihe zu Hochschulbildung, Hochschulleben, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik
, Band 37

Hamburg , 226 Seiten

ISBN 978-3-339-13856-9 (Print)

ISBN 978-3-339-13857-6 (eBook)

Zum Inhalt

Zu Zielen und Anlage des Verbundprojekts NetKoop

Seit dem Bologna-Prozess und der daran anschließenden Kritik rücken Fragen zur Qualität von Studium und Lehre europaweit in den Fokus von Wissenschaft, Hochschulen und Politik. Lehrbezogene Aktivitäten zur Qualitätsentwicklung finden dabei auch in Deutschland zunehmend in Hochschulverbünden statt. Die Bedingungen des Gelingens (oder des Misslingens) solcher Verbünde sind allerdings noch kaum untersucht. In der Hochschulforschung liegen zwar Erkenntnisse zu Forschungsverbünden und systematisierte Befunde zur Arbeit in diesen Verbünden vor. Zu Verbünden im Bereich Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre gibt es dagegen bislang nur erste wissenschaftliche Annäherungen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwischen Oktober 2020 und November 2023 geförderte Verbundprojekt „NetKoop: Erfolgsfaktoren für Netzwerke zur Hochschulentwicklung: Governancemodelle und soziale Praxis interdisziplinärer Kooperation“ verfolgte das Ziel, Gelingensbedingungen für die Kooperation in Verbünden auf Basis eines multiperspektivischen Ansatzes aufzuklären, um die Ergebnisse für zukünftige Kooperationsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Projektpartner:innen waren die Professur für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) (Verbundkoordination), das Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen der Universität Hamburg (UHH).

Zentral gefragt wurde danach, was die Bedingungen dauerhafter Effekte durch Lehrentwicklungsverbünde sind: Wie können diese die Qualität von Studium und Lehre in den Partnerhochschulen nachhaltig weiterentwickeln? Wie kann dieses Anliegen, etwa durch Verstetigung der aufgebauten Strukturen und/oder Prozesse, gesichert und unterstützt werden?

Zur Klärung dieser Fragen wurde im NetKoop-Verbund aus unterschiedlichen Perspektiven auf lehrbezogene Verbünde geblickt und diese mittels verschiedener methodischer Zugriffe erforscht. Knapp zusammengefasst, stand am Anfang eine Vermessung der deutschen Verbundlandschaft, die im Wesentlichen auf einer explorativen und nachfolgend vertiefend angelegten Onlinerecherche und damit verbundenen Dokumentenanalyse basierte. Um die Bedingungen für eine gelingende Arbeit im Verbund zu identifizieren, wurde dieser Gegenstand dann aus einer quantitativen Perspektive beleuchtet. Um hierfür die Datengrundlage zu schaffen, wurde mittels einer teilstandardisierten Onlinebefragung eine bundesweite Erhebung durchgeführt. In einem dritten, parallel erfolgten Zugriff wurde die Verbundarbeit als eine soziale Praxis aufgefasst, die Veränderungen an den jeweiligen Partnerhochschulen anstrebt. Diese dritte, auf Theorien sozialer Praktiken bezugnehmende Perspektive wurde anhand einer qualitativ-rekonstruktiven Methodologie verfolgt.

Übergreifend standen Akteurs- und Governancekonstellationen und deren Bedeutung für die nachhaltige Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre im Fokus von NetKoop. Anders formuliert: In dem Projekt ging es zentral um die Aktivitäten und Wahrnehmungen auf der alltäglichen Handlungsebene von Verbünden und um die Wechselwirkungen mit dem organisationalen Setting der beteiligten Hochschulen. Die in den Verbünden neu geschaffenen Strukturen, wie etwa Geschäftsstellen oder Beiräte, wurden dabei spezifisch verortet. So wird die, unter anderem in der Hochschulforschung übliche, Unterscheidung zwischen einer Makro-, Meso- und Mikroebene der Analyse im Kontext von NetKoop, vor allem über den Ansatz der Educational Governance, weiter differenziert. Der Begriff der „Governance“ wiederum wird nicht normativ als positiv gewerteter Gegenbegriff zu hierarchischen Steuerungsformen, sondern in seiner weiter gefassten analytischen Variante gebraucht.

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