Doktorarbeit: Verbessert ein Grundlagentraining in Transaktionsanalyse die Analysekompetenz für komplexe, schulbezogene Probleme?

Verbessert ein Grundlagentraining in Transaktionsanalyse die Analysekompetenz für komplexe, schulbezogene Probleme?

Eine Untersuchung an Bachelor-Studierenden für Lehramt GHR an der Leuphana Universität Lüneburg

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 75

Hamburg , 252 Seiten

ISBN 978-3-339-11976-6 (Print)
ISBN 978-3-339-11977-3 (eBook)

Zum Inhalt

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Komplexes Problemlösen ist in der heutigen Gesellschaft eine zentrale Herausforderung. Dynamische Situationen mit vielen Wirkfaktoren können Handelnde jedoch überfordern. Bleiben sie ungelöst, führen sie zu weitreichenden unerwünschten Nebenwirkungen. Die Themen sind somit unumgänglich Teil der aktuellen Lehrer*innenbildung geworden. Lehrende sind der Herausforderung doppelt ausgesetzt, da sie komplexes Problemlösen vermitteln und es in Form ihrer professionellen Kompetenz im täglichen Unterrichtshandeln umsetzen sollen.

Die Transaktionsanalyse wird in pädagogischen Kontexten als Methode in diversen Problemlöse-prozessen eingesetzt. Sie zielt darauf ab, Menschen als selbstkompetente und autonom handelnde Problemlöser*innen zu unterstützen. Eine empirische Überprüfung der postulierten positiven Wirkungen ist somit notwendig. Die Analyse des Ist-Zustandes stellt die Grundlage für erfolgreiches Lösungshandeln in komplexen dynamischen Systemen dar. Untersucht werden somit die Effekte transaktionsanalytischer Kompetenzen auf das Analysieren schulischer Problemsituationen.

Im Rahmen des Lehramtsstudiums nahmen Studierende der Testgruppen an einem Grundlagentraining Transaktionsanalyse teil. Vorab und anschließend formulierten sie Rückfragen an reale Problembeschreibungen. Anhand der Entwicklung dieser Rückfragen wurde die Problemanalysekompetenz untersucht. Forschungsschwerpunkte lagen hierbei auf der Beachtung komplexer Problemmerkmale wie Polytelie, Interdependenz und Intransparenz. Zusätzlich wurden Aspekte wie erlebter emotionaler Stress, Selbstwirksamkeitserwartung, Perspektivwechsel und Verwendung transaktionsanalytischer Modelle untersucht.

Messinstrument hierfür ist eine eigens entwickelte Schematik für Aspekte schulbezogener Problembeschreibungen. Entwicklung und Anwendung der Schematik werden ausführlich behandelt und für Leser*innen nutzbar gemacht. Das Analyse-Instrument kann als Grundlage für kollegiale Beratungsprozesse und Intervision oder zur eigenen Reflexion eingesetzt werden.

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